Lockdown lässt Baumarktumsätze um mehr als 21 Prozent einbrechen

  • Nach Rekorden kommt der Einbruch: Der monatelange Lockdown hat auch den Baumärkten schwer zugesetzt
  • Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging der Umsatz um 21,3 Prozent zurück.
  • Die Branche nennt die Einbrüche „völlig unnötig verursacht“ und kritisiert die unstimmigen Maßnahmen.
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Köln. Nach den Absatzrekorden im Corona-Jahr 2020 hat die Do-it-Yourself-Branche im ersten Quartal dieses Jahres einen schweren Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Insgesamt gingen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am Dienstag in Köln mitteilte.

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Monatelanger Lockdown wirkten wie „Vollbremsung“

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2020 hatte die Branche davon profitiert, dass sie früh als „systemrelevant“ eingestuft wurde und ihre Läden im ersten Lockdown rasch wieder öffnen durften. Außerdem spielte ihr in die Karten, dass viele Urlaubsreisen und Restaurantbesuche ausfielen und Verbraucher das gesparte Geld nutzten, um die eigenen vier Wände oder den Garten zu verschönern. Im jüngsten Lockdown mussten dagegen auch die Baumärkte monatelang schließen. Das bescherte der Branche nach Angaben des BHB eine „Vollbremsung“.

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Umsatzeinbrüche Zeichen von „unstimmiger“ Politik

Dabei habe in den Baumärkten so gut wie kein Infektionsrisiko bestanden, klagte Hauptgeschäftsführer Peter Wüst. „Die völlig unnötig verursachten Umsatzeinbrüche in Deutschland sind und bleiben das Ergebnis unstimmiger Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.“

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Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte der BHB angesichts der Ungewissheiten bei der Pandemie-Entwicklung und der künftigen Corona-Politik nicht.

RND/dpa

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