Corona-Krise lässt Konsumklima in Deutschland einbrechen

  • Das Coronavirus hat massive Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung in Deutschland.
  • Der GfK-Konsumklimaindex ist massiv eingebrochen, auf den niedrigsten Stand seit Mai 2009.
  • Die Angst vor dem Jobverlust ist innerhalb kürzester Zeit stark gestiegen.
Anzeige
Anzeige

Nürnberg. Die aktuelle Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise einbrechen lassen. In seinem monatlich ermittelten Konsumklimaindex prognostiziert der Nürnberger Marktforscher GfK für April einen Rückgang um 5,6 Punkte auf 2,7 Zähler.

Nur im Mai 2009 auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise lag der Index mit 2,6 Punkten niedriger. "Ein so starker Rückgang ist seit Beginn der Erstellung des Konsumbarometers 1994 beispiellos", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung ziehen wir unsere Konsumprognose von einem Prozent Wachstum für das Jahr 2020 zurück. Handel, Hersteller und Dienstleister müssen sich auf eine Rezession einstellen“ ergänzt Bürkl weiter.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Angst vor Arbeitslosigkeit

Die Verbraucher sehen auf Deutschland wirtschaftlich sehr schwierige Zeiten zukommen, so die GfK. Gefragt nach ihrer Konjunktureinschätzung äußerten sie sich so negativ wie zuletzt im August 2012.

Drohende Kurzarbeit und steigende Arbeitslosenzahlen schlügen auf die eigene Einkommenserwartung durch. Der Indikator verliert 13,4 Zähler und steht nun bei 27,8 Punkten. Dies ist der niedrigste Wert seit genau sieben Jahren. Im März 2013 wurden 27,5 Punkte gemessen. Im Vorjahresvergleich steht momentan ein Minus von knapp 28 Zählern zu Buche. “Die Angst vor dem Jobverlust hat stark zugenommen”, sagte Bürkl. Handel, Hersteller und Dienstleister müssten sich auf eine Rezession einstellen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen