Corona-Krise: Handwerk kämpft mit weniger Umsatz

  • Das Handwerk in Deutschland hat in der Corona-Krise erstmals seit sieben Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnet.
  • Hohe Umsatzrückgänge gab es vor allem im Gesundheitsgewerbe und beim Friseurhandwerk.
  • Die Zahl der Beschäftigten Handwerk ging dagegen nur leicht zurück.
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Wiesbaden. Das Handwerk in Deutschland hat in der Corona-Krise zum ersten Mal seit sieben Jahren einen Umsatzrückgang gegenüber einem Vorjahresquartal verzeichnet. Die Erlöse verringerten sich im zweiten Vierteljahr um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Grund dafür seien auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk sank um 1,7 Prozent.

Fünf der sieben Gewerbegruppen setzten weniger um als im zweiten Quartal 2019. Den stärksten Rückgang gab es im Kraftfahrzeuggewerbe (minus 21,6 Prozent). Hohe Umsatzrückgänge gab es auch im Gesundheitsgewerbe (-19,9 %) und in den Handwerken für den privaten Bedarf (-13,5 %), zu denen beispielsweise das Friseurhandwerk zählt. Das Bauhauptgewerbe (plus 4,7 Prozent) und das Ausbaugewerbe (plus 1,1 Prozent) verzeichneten hingegen Zuwächse.

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Boom bei Fahrradläden

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Andererseits gab es auch starke Steigerungen der Umsätze, beispielsweise durch Hochkonjunktur bei den Zweiradmechanikerinnen und -mechanikern.

In allen sieben Gewerbegruppen waren Ende Juni aber weniger Menschen tätig als ein Jahr zuvor. Den stärksten Rückgang gab es im Lebensmittelgewerbe (minus 5,0 Prozent). Im Bauhauptgewerbe sank die Zahl der Mitarbeiter (minus 0,3 Prozent) am wenigsten.

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Zu den Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks gehören Bau, Ausbau, Handwerke für den gewerblichen Bedarf, Kraftfahrzeuggewerbe, Lebensmittelgewerbe, Gesundheitsgewerbe sowie Handwerke für den privaten Bedarf, zu denen beispielsweise Friseure zählen.

RND/dpa

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