Corona-Krise: Gründungsbereitschaft nimmt deutlich ab

  • Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit durch die Corona-Pandemie stimmt mögliche Neugründer offenbar zurückhaltend.
  • Laut Statistischem Bundesamt gab es von Januar bis September deutlich weniger Unternehmensgründungen.
  • Bei neu gegründeten Kleinunternehmen brach die Zahl sogar um 18,5 Prozent zum Vorjahr ein.
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Wiesbaden. In Deutschland sind in der Corona-Krise deutlich weniger neue Unternehmen gegründet worden. Von Januar bis September sank die Zahl der Neugründungen von Betrieben, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen ließ, auf 88.200. Das waren 6,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Als Gründe nannte die Wiesbadener Behörde die Einstellung des Besucherverkehrs in der Pandemie sowie Personalengpässe in den Gewerbeämtern. Aber auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit habe Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit scheuen lassen. Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen brach von Januar bis September gar um 18,5 Prozent ein auf 104.100. Hingegen wurden mehr Nebenerwerbsbetriebe gegründet (plus 5,5 Prozent auf rund 216.900).

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Auch weniger Gewerbeanmeldungen

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Die Zahl der Gewerbeanmeldungen sank in den ersten drei Quartalen auf rund 496.200 - 4,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dazu zählen neben Neugründungen von Betrieben auch Übernahmen etwa durch Kauf oder Gesellschaftereintritt sowie Umwandlungen und Zuzüge aus anderen Meldebezirken. Zugleich gab es deutlich weniger vollständige Gewerbeaufgaben. Auch dafür sei die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Gewerbeämter ein wesentlicher Grund, hieß es.

RND/dpa

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