• Startseite
  • Wirtschaft
  • Corona-Impfungen durch Betriebsärzte müssen schnellstmöglich starten - so der PKV

Krankenversicherer: Impfungen in den Betrieben müssen schnellstmöglich starten

  • Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) will schnellstmöglich mit den Corona-Impfungen in den Betrieben starten.
  • Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist der verfügbare Impfstoff aber noch zu knapp, um die Impfkampagne auszuweiten.
  • Bislang ist geplant, dass Betriebsärzte erst nach den Hausärzten mit den Impfungen starten.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Zum Start der Corona-Impfungen bei den Hausärzten gerät der nächste Schritt der Impfkampagne in Deutschland in den Blick. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) fordert von der Bundesregierung, die geplanten Impfungen in den Betrieben rasch voranzutreiben, wie Verbandsdirektor Florian Reuther der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. In der Woche nach Ostern starten zunächst 35.000 Hausärzte die Impfungen - wegen der zunächst weiter überschaubaren Impfstoffmengen allerdings vorerst nur in begrenztem Umfang.

Die Pandemie und wir. Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise – jeden Donnerstag.

„Der Start der Impfkampagne auch durch Hausarztpraxen ist ein richtiger Schritt, doch er reicht nicht aus, um den Corona-Impfschutz so schnell wie irgend möglich an so viele Menschen wie möglich zu bringen“, sagte der Direktor des PKV-Verbands. „Schon jetzt muss die Politik den nächsten Schritt vorbereiten und die Impfung in den Betrieben und bei allen anderen Arzt- und Zahnarztgruppen ermöglichen, sobald in den nächsten Wochen die Impfstoff-Lieferungen wie erwartet ansteigen.“

Anzeige

Betriebsärzte dürfen noch keinen Impfstoff bestellen

Anzeige

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Ende März gesagt, Betriebsärzte sollen erst nach Hausärzten dazu kommen. „Noch ist es zu knapp“, sagte er über den verfügbaren Impfstoff. Er finde es schwierig, jüngere Mitarbeiter von Unternehmen zu impfen, solange die Älteren noch nicht geschützt seien.

Reuther meinte, die Infrastruktur der Betriebsärzte sei besonders geeignet. „Uns liegen schon jetzt zahlreiche Anfragen aus Krankenversicherungsunternehmen vor, deren Betriebsärzte sofort zur Impfung der Belegschaften bereit stehen – aber derzeit leider noch keinen Impfstoff bestellen dürfen.“ Viele Unternehmen hätten sich auch angeboten, die Familienangehörigen von Mitarbeitern ebenfalls zu impfen. Dies wäre aus Reuthers Sicht auch sinnvoll. Er forderte die Bundesregierung auf, jetzt die nötigen Organisationsfragen lösen – „und nicht erst dann, wenn sich die Impfstoffe auf dem Hof stapeln“.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen