Corona-Frust: Elon Musk will Teslas Firmensitz verlegen

  • Die kalifornischen Behörden sind in Sachen Corona-Maßnahmen strenger als viele andere US-Bundesstaaten.
  • Das bekommt jetzt auch Tesla-Chef Elon Musk zu spüren.
  • Weil die Wiedereröffnung der Tesla-Fabrik in Alameda erst für Juni geplant ist, drohte der exzentrische Milliardär damit, das Unternehmen “sofort” nach Texas oder Nevada zu verlegen.
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Washington. Tesla-Chef Elon Musk will den Firmensitz des Elektroauto-Herstellers wegen anhaltender Corona-Beschränkungen in Kalifornien in einen anderen US-Bundesstaat verlegen. Tesla werde die Zentrale und kommende Unternehmungen "sofort" nach Texas oder Nevada verlegen, schrieb Musk am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. "Ehrlich, das ist das i-Tüpfelchen", schrieb er in Bezug auf Auflagen des Bezirks Alameda bei San Francisco, die eine Wiedereröffnung der dortigen Tesla-Fabrik vor Juni verhindern würden.

Er werde sofort gegen die Entscheidung des Bezirks klagen, zürnte Musk. Ein Fortbestand der Produktion am Standort Fremont hänge davon ab, wie die Firma dort künftig behandelt werde, schrieb er weiter. “Tesla ist der letzte verbliebene Autohersteller” in Kalifornien und sei zudem ein wichtiger Exporteur, schrieb er.

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Als er daraufhin von dem Autor und Juraprofessor Robert Reich, ehemals amerikanischer Arbeitsminister unter Bill Clinton, kritisiert wurde, das sei “Kapitalismus in seiner schlimmsten Form”, legte Musk nach und beschimpfte Reich auf Russisch als “Idiot”. Gleich drauf korrigierte er den Eintrag und ergänzte “langweiliger Idiot”.

Elon Musks Antwort auf den Tweet von Robert Reich. © Quelle: Twitter/Screenshot RND

Musk ist dafür bekannt, mit skurrilen und meinungsstarken Auftritten bei Twitter für Aufsehen und Verwirrung zu sorgen. Erst vergangene Woche hatte er mit einer Serie eigenwilliger Tweets dafür gesorgt, dass Teslas Börsenwert um Milliarden Dollar absackte. 2018 hatte sich Musk mit seinen Tweets sogar Ärger von der US-Börsenaufsicht SEC eingebrockt. Eigentlich muss er sich einer Vereinbarung mit der SEC zufolge relevante Tweets vorab vom Unternehmen freigeben lassen.

RND/dpa

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