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Corona dominiert Unternehmensrisiken 2021

Die Corona-Pandemie steht dieses Jahr in verschiedener Ausprägung an der Spitze von Geschäftsrisiken für Firmen rund um den Globus.

Die Corona-Pandemie steht dieses Jahr in verschiedener Ausprägung an der Spitze von Geschäftsrisiken für Firmen rund um den Globus.

München. Die Corona-Pandemie steht dieses Jahr in verschiedener Ausprägung an der Spitze von Geschäftsrisiken für Firmen rund um den Globus. Das geht aus einer Umfrage des Versicherungsriesen Allianz bei knapp 2.800 Topmanagern, Risikoexperten und Versicherungsmaklern hervor. Die drei dabei hierzulande wie global am häufigsten genannten Gefahren für Unternehmen haben alle direkt oder indirekt mit der Pandemie zu tun.

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„Das Allianz Risikobarometer 2021 wird eindeutig von einem Covid-19-Trio dominiert“, bilanziert der Chef des Allianz-Industrieversicherers AGCS, Joachim Müller. Das sind Betriebsstillstand etwa, weil Lieferketten brechen, die Pandemie selbst durch Lockdown oder Infizierte in der Firma sowie steigendes Risiko von Cyberangriffen auch in Folge von Homeoffice.

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2021 steht Corona auf Platz eins der Gefahren

Damit ist einige Bewegung in die in den letzten Jahren weitgehend stabile Gefahrenlandschaft von Unternehmen gekommen. In den zehn Jahren, in denen die Allianz es nun abbildet, hat es das Pandemierisiko zuvor nie über Rang 16 geschafft. 2021 steht es in vielen Ländern nun auf Platz eins, insgesamt weltweit an zweiter und in Deutschland an dritter Stelle.

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Dieser Sprung nach vorne zeige, wie sehr Pandemiegefahren bis zum Corona-Ausbruch unterschätzt wurden, obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO seit Jahren davor warnt, stellt AGCS-Risikoexperte Hans-Jörg Mauthe klar. Sechs von zehn Unternehmen nennen die Pandemie nun als Hauptursache für potentielle Betriebsunterbrechungen 2021.

Pandemieangst ist groß: Es muss umgedacht werden

Wenn Betriebe deshalb stillstehen, war das allerdings schon bisher kaum versicherbar. Größte Ausnahme waren Veranstaltungen wie Olympische Spiele oder Konzerte. Auch die unterliegen nun aber umfassendem Pandemieausschluss, stellt Mauthe klar. „Mit klassischen Methoden sind Pandemien nicht versicherbar“, betont er und schielt auf Kooperationslösungen mit Staaten.

Derart alleingelassen setzen Firmen nun auf verkürzte Lieferketten. Etwa ein Drittel aller Firmen in der EU und den USA planen laut Studie Zulieferungen an Werke heran zu holen. „In Vorstandsetagen wird umgedacht“, sagt AGCS-Risikoexperte Jürgen Wiemann. Denn die Pandemieängste sind dort groß.

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Klimarisiken rücken in den Hintergrund

Genau genommen ist es sogar ein Gefahrenquartett in Zusammenhang mit Corona, das im Allianz-Risikobarometer vorn steht. Denn auf Rang vier hat es das Risiko Marktveränderung geschafft, hinter dem sich ein schon für die erste Hälfte 2021 erwarteter Anstieg von Firmenpleiten verbirgt. Auch das hat Corona-Bezug. Dagegen wurde der Klimawandel im Weltmaßstab von Rang sieben auf Rang neun der größten Gefahren für Unternehmen verdrängt. In Deutschland ist das anders. Auch hier stehen Klimarisiken auf Platz neun. Das bedeutet aber ein Vorrücken um zwei Plätze.

Cyberangriffe weiterhin dominierend bei Risiken

Unter die Top Ten der größten Gefahren für Unternehmen geschafft haben es 2021 zudem politische Risiken. Das reflektiere weniger Terrorgefahren als vielmehr zivile Unruhen in Folge von Protesten gegen staatliche Lockdown-Bestimmungen oder Krawalle um die US-Präsidentschaftswahlen, betonen die Allianz-Experten. Auch hier gibt es also Corona-Bezüge. Das gilt speziell auch für Cyberrisiken, die im Vorjahr noch an erster Stelle des Allianz-Risikobarometers standen. Prozentual wurden Cyberrisiken diesmal sogar noch öfter als Gefahr genannt als 2020.

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„Wir müssen uns auf häufigere Extremszenarien einstellen, beispielsweise einen globalen Cloud-Ausfall oder Cyberangriff, Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels oder sogar einen weiteren Seuchenausbruch“, sagt Müller voraus. Mit steigender Digitalisierung der Wirtschaft wachse auch die Abhängigkeit davon. „Das wird Betriebsunterbrechungsrisiken künftig wahrscheinlich erhöhen“, schätzt Kollege Wiemann mit Blick auf IT-Schwachstellen im Homeoffice. So setzen Cyberkriminelle mittlerweile künstliche Intelligenz ein, um Einfallstore in Firmennetze zu öffnen.

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