Weniger Aufträge für Carsharing: Angebote könnten wegen Corona schrumpfen

  • Wegen der Corona-Pandemie haben Carsharing-Anbieter zur Zeit zu wenig Aufträge.
  • Einige Anbieter befürchten, nach Corona Insolvenz anmelden zu müssen.
  • Erst 2019 hat sich das Carsharing in Deutschland immer mehr verbreitet.
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Berlin. Die Carsharing-Branche hat nach Angaben ihres Verbands in der Coronavirus-Krise mit deutlichen Umsatzeinbußen zu kämpfen. "Einige Unternehmen berichten von Einbrüchen von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilweise mehr", sagte eine Sprecherin des Bundesverbands Carsharing der Deutschen Presse-Agentur.

Aufgrund der geltenden Ausgangsbeschränkungen gingen die Buchungen zurzeit deutlich zurück. Einige Anbieter befürchteten deshalb, Insolvenz anmelden zu müssen, sollten die Beschränkungen über den April hinaus weiter bestehen. "Es könnte also so kommen, dass das Carsharing-Angebot nach der Corona-Krise in Deutschland deutlich verkleinert sein wird."

Angebot im vergangenen Jahr stark erweitert

Carsharing hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr verbreitet. Nach Angaben des Verbands gibt es zurzeit in 840 Orten 226 Anbieter - das sind Carsharing-Unternehmen, -Genossenschaften und -Vereine. 2019 gab es den Angaben zufolge 181 Carsharing-Anbieter, die an 740 Orten "Autos zum Teilen" zur Verfügung stellten.

Die Zahl der Fahrzeuge habe Anfang des Jahres bei 25.400 gelegen, ein Zuwachs um 25,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtzahl der Nutzer von Carsharing-Angeboten habe zu Jahresbeginn bei 2,29 Millionen gelegen.

RND/dpa

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