Continental: Beschäftigte wollen gegen Stellenabbau protestieren

  • Der angekündigte Sparkurs des Autozulieferers Continental könnte zehntausende Beschäftigte ihre Jobs kosten.
  • An einigen Standorten hat die IG Metall deshalb zu Protestaktionen aufgerufen.
  • Besonders von den Abbauplänen betroffen seien die Standorte im Rhein-Main-Gebiet.
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Frankfurt/Mainz. Die IG Metall fürchtet angesichts des verschärften Sparkurses beim Autozulieferer Continental um zahlreiche Jobs – und kündigt nun Proteste an. Vom 7. bis 11. September sollen an Standorten unter anderem in Hessen und Rheinland-Pfalz “vielfältige Aktionen” stattfinden, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. Das Unternehmen wolle “im Schatten der Krise” seine Wettbewerbsfähigkeit auf “Kosten der Beschäftigten” ausbauen, sagte Jörg Köhlinger, der Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, laut Mitteilung. Hessische Standorte,vor allem im Rhein-Main-Gebiet, seien von den angekündigten Plänen Continentals besonders betroffen.

13.000 Stellen in Deutschland betroffen

Angesichts der schweren Corona-Einbrüche verschärft der Dax-Konzern seinen Sparkurs deutlich und treibt den Umbau an einzelnen Standorten weiter voran. Conti wird – wie weite Teile der Autoindustrie – derzeit hart vom Nachfragerückgang in der Corona-Krise getroffen. Hinzu kommt der teure und schwierige Umbau, der die Hannoveraner weg von klassischer Verbrennertechnologie führen soll. Verbunden damit ist der Abbau zahlreicher Jobs, parallel dazu will Continental jedoch möglichst viele Beschäftigte weiterqualifizieren.

Gegenwärtig gehe man davon aus, dass das 2019 gestartete Programm weltweit etwa 30.000 Arbeitsplätze betreffen werde, hatte der Konzern vor kurzem mitgeteilt. “Das heißt, sie werden dabei verändert, verlagert oder aufgegeben.” 13.000 der fraglichen Jobs seien in Deutschland.

RND/dpa

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