Umweltbehörde: Deutlich weniger CO₂-Ausstoß bei neu zugelassenen Autos

  • Die Europäische Umweltbehörde teilt mit, dass der CO₂-Ausstoß von neu zugelassenen Autos im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent zurückgegangen ist.
  • Ein Grund dafür sei, dass in der EU deutlich mehr E-Autos zugelassen worden sind.
  • Auch auf die 2020 verschärften Vorgaben für den CO₂-Ausstoß sei der Rückgang zurückzuführen.
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Kopenhagen/Brüssel. Der CO₂-Ausstoß von neu zugelassenen Autos auf Europas Straßen ist im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen. Ein durchschnittlicher Wagen blies noch 107,8 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft und damit rund zwölf Prozent weniger als noch im Vorjahr. Das teilte die Europäische Umweltbehörde in Kopenhagen am Dienstag auf der Basis von Labortests mit.

E-Autos: Anteil im Vorjahresvergleich fast verdreifacht

Der Hauptgrund für den Rückgang der Emissionen sei der steigende Anteil von E-Autos an den insgesamt 11,6 Millionen Neuzulassungen in der EU, Island, Norwegen und Großbritannien. Dieser habe sich mit elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Darin sind auch Plug-In-Hybride (fünf Prozent) enthalten. Insgesamt sei die Zahl der verkauften Elektroautos auf mehr als eine Million angestiegen.

Bis 2025: 15 Prozent weniger CO₂-Ausstoß

Die EU-Kommission führte den Rückgang auch auf die 2020 verschärften Vorgaben für den CO₂-Ausstoß zurück. Ein durchschnittlicher Neuwagen soll demnach nur noch 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer ausstoßen. Dieser Grenzwert basiert noch auf einem alten Testverfahren. Den von der Europäischen Umweltbehörde veröffentlichten Werten liegt hingegen bereits ein neues Verfahren zugrunde, das seit diesem Jahr auch für die Grenzwerte gelten soll.

Künftig orientieren sich die Reduktionsziele der EU daher am Jahr 2021: Bis 2025 sollen Fahrzeuge 15 Prozent weniger CO₂ ausstoßen als dieses Jahr. Bis 2030 sollen die Werte um 30 Prozent gesunken sein. Jeder Autohersteller hat je nach Marktposition und Schwere der Modelle eigene individuelle Ziele. Verfehlt er diese, drohen Strafen.

RND/dpa

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