Chinesischer Konzern kauft Namensrechte von Thomas Cook

  • Wo Thomas Cook drauf steht, ist bald kein britischer Reiseanbieter mehr drin.
  • Der chinesische Mischkonzern Fosun hat sich nach der Thomas-Cook-Pleite die Namensrechte gesichert.
  • Das Unternehmen will nun sein Tourismusgeschäft ausbauen.
Anzeige
Anzeige

Hongkong/London. Der chinesische Mischkonzern Fosun nutzt künftig den Namen Thomas Cook des insolventen britischen Reiseunternehmens. Die Tochter Fosun Tourism zahlt 11 Millionen britische Pfund (12,74 Mio Euro) für die Rechte an den Namen der Marke sowie der Hotelketten Casa Cook und Cook's Club, wie das Unternehmen am Freitag in Hongkong mitteilte. Mit der Marke sollen Reisen in alle Welt vermarktet werden.

Komplettübernahme war gescheitert

Das Traditionsunternehmen Thomas Cook hatte vor gut einem Monat Insolvenz angemeldet und sofort den Betrieb eingestellt. Eine Komplettübernahme durch den Anteilseigner Fosun war zuvor gescheitert. Nach der Pleite des Mutterkonzerns musste auch die deutsche Tochter Insolvenz anmelden. Zur Thomas Cook Deutschland gehören unter anderem die Marken Neckermann, Öger Tours und Bucher Reisen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

"Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es der Gruppe, ihre Tourismusgeschäfte auszubauen", sagte der Chef von Fosun Tourism, Qian Jiannong, der Mitteilung zufolge. Dazu setze das Unternehmen auf die breite Bekanntschaft von Thomas Cook und das starke Wachstum des chinesischen Auslandstourismus. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden.

Gänzlich unerfahren ist Fosun im Europageschäft nicht. Zum Konzern gehört schon länger die deutsche Modekette Tom Tailor.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen