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2000 Arbeitsplätze auf der Kippe

Bericht: Tesla legt Batterieproduktion in Brandenburg auf Eis

Elektrofahrzeuge vom Typ Model Y stehen zur Eröffnung der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg auf einem Band. Im März wurde die Tesla-Autofabrik in Brandenburg eröffnet (Archivbild).

Elektrofahrzeuge vom Typ Model Y stehen zur Eröffnung der Tesla-Fabrik Berlin Brandenburg auf einem Band. Im März wurde die Tesla-Autofabrik in Brandenburg eröffnet (Archivbild).

Der Hersteller von Elektroautos Tesla will offenbar seine Pläne zur Produktion von Batterien in einem Werk in Brandenburg auf Eis legen. Das berichtet das „Wall Street Journal“.

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Demnach will das Unternehmen von Steueranreizen in den USA profitieren und hat sich deshalb dazu entschlossen, seine Strategie zu ändern. Hintergrund ist ein Gesetz zur Inflationsbekämpfung, das Mitte August in den USA beschlossen wurde. Das Milliardenpaket der Regierung von US-Präsident Joe Biden sieht unter anderem finanzielle Anreize für den Bau von Werken für Elektroautos vor. Außerdem haben Käufer von E-Autos Anspruch auf eine Steuergutschrift von 7500 Dollar pro Kauf, wenn die Batterien der Fahrzeuge bestimmte Kriterien erfüllen. Das Unternehmen hat den Bericht bisher noch nicht bestätigt.

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Das Brandenburger Wirtschaftsministerium geht weiter davon aus, dass Tesla die Batteriefabrik für eine eigene Zellfertigung in Grünheide bei Berlin errichtet. Das Ministerium habe am Donnerstag erste Informationen dazu erhalten, erklärte Sprecherin Irene Beringer auf Anfrage. „Möglich scheint, dass Tesla einzelne Prozessschritte in den Werken neu priorisiert, der Standort Grünheide jedoch in Aufbau und mit seinen Arbeitsplätzen so erhalten bleibt.“

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Tesla baut seit März in Brandenburg

Tesla hat im brandenburgischen Grünheide bei Berlin im März ein Werk eröffnet. Mit der Fabrik entstand nach zwei Jahren Bauzeit und vielen Vorabzulassungen bis zur endgültigen Genehmigung Anfang März ein neuer Automobilstandort im Osten Deutschlands. Das Projekt gilt als Vorzeigemodell – auch was die Bau- und Genehmigungszeit angeht. Tesla plant in einer ersten Stufe mit bis zu 500.000 Autos im Jahr und rund 12.000 Beschäftigten.

Das allmähliche Hochfahren der Produktion in der neuen Fabrik geht nach Angaben des Unternehmens „sehr gut“ voran. Eine aktuelle Zahl nannte Tesla nicht. Im Sommer wurden 1000 Autos pro Woche gebaut, was etwa ein Zehntel der vollen Auslastung ist. Bis zum ersten Quartal 2023 werden bisher 5000 angepeilt. Tesla hat auch angekündigt, den Wasserverbrauch weiter zu verringern.

Der Bau der Batteriefabrik ist fortgeschritten – sie wäre nun aber von den geänderten Plänen des Unternehmens betroffen. Im vergangenen Jahr hatte das Bundeswirtschaftsministerium noch angegeben, dass nur die Batterieproduktion für mindestens 2000 neue Arbeitsplätze sorgen sollte. Zunächst wollte sich Tesla für den Bau um staatliche Förderungen bemühen, verzichtete im vergangenen November jedoch auf die Gelder.

RND/sic mit dpa

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