Nikkei-Index überwindet erstmals seit 1990 wieder 30.000-Punkte-Marke

  • An der japanischen Börse in Tokio ist der asiatische Leitindex Nikkei auf den höchsten Schlussstand seit dem 2. August 1990 geklettert.
  • Beflügelt wurde der Handel am Montag von positiven Vorgaben der Wall Street sowie robusten Konjunkturdaten in Japan.
  • Allerdings rechnen Analysten damit, dass die Wirtschaft im laufenden Quartal wieder schrumpft.
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Tokio. An Asiens Leitbörse in Tokio hat der Nikkei-Index für 225 führende Werte erstmals seit mehr als 30 Jahren über der Marke von 30 000 Zählern geschlossen. Das Börsenbarometer notierte zum Handelsende mit einem Aufschlag von 564,08 Punkten oder 1,9 Prozent beim Endstand von 30.084,15 Punkten. Das ist der höchste Schlussstand seit dem 2. August 1990.

Beflügelt wurde der Handel am Montag von positiven Vorgaben der Wall Street zum Ende vergangener Woche sowie robusten Konjunkturdaten in Japan. Nach vorläufigen Daten der Regierung in Tokio vom Montag legte die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet um 12,7 Prozent zu und setzte damit ihre Erholung im zweiten Quartal in Folge fort.

Positive BIP-Daten treiben an

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Allerdings rechnen Analysten damit, dass die Wirtschaft im laufenden Quartal wieder schrumpft, da die Regierung erneut den Corona-Notstand für den Großraum Tokio - Japans wirtschaftliches und politisches Machtzentrum - und einzelne andere Präfekturen verhängt hat.

Positiv nahm der Markt die Nachricht auf, dass Japan den Corona-Impfstoff des US-Konzerns Pfizer und seines deutschen Partners Biontech nun die Zulassung erteilt hat. Weniger als sechs Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio sollen die Impfungen am Mittwoch beginnen, später als in anderen Ländern. Japan hatte zunächst prüfen lassen, ob der Impfstoff auch für Japaner sicher ist.

RND/dpa

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