Beste Börsenwoche seit Anfang April: Dax legt dank US-Arbeitsmarkt weiter zu

  • Der Dax hat die beste Börsenwoche seit Anfang April hinter sich.
  • Im Laufe der Woche legte der Aktienindex um etwa 11 Prozent zu.
  • Und zuletzt beflügelte die sinkende US-Arbeitslosigkeit die Finanzmärkte zusätzlich.
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Frankfurt/Main. Ein überraschend solider US-Arbeitsmarkt hat am Freitag den Aktienmärkten weiteren Schwung verliehen. Der Dax stieg den vierten Tag in Folge kräftig um diesmal 3,36 Prozent auf 12.847,68 Punkte. Damit summiert sich der Wochengewinn auf fast 11 Prozent - das war die beste Börsenwoche seit Anfang April. Der deutsche Leitindex hat somit den historisch beispiellosen Corona-Crash fast schon wieder aufgeholt. Um fast 4600 Punkte oder rund 55 Prozent hat sich das Börsenbarometer vom Tief Mitte März erholt.

Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im Mai positiv überrascht. Trotz Corona-Krise und entgegen den Markterwartungen ist die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt zurückgegangen. Die Unternehmen bauten wieder Beschäftigung auf, nachdem sie im Vormonat noch massiv Stellen gestrichen hatten. Angesichts der zuletzt nur langsamen Lockerungen der Corona-bedingten Einschränkungen sei das „schon sehr bemerkenswert“, kommentierte Analyst Bernd Krampen von der Landesbank NordLB.

Der MDax rückte um 1,64 Prozent auf 27.199,76 Zähler vor. Der Index der mittelgroßen Börsentitel ist damit wie der Dax auf das Niveau von Ende Februar zurückgekehrt, als der vom Coronavirus ausgelöste Crash so richtig Fahrt aufgenommen hatte.

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Euro auf höchstem Stand seit März

Der Euro gab nach den starken US-Arbeitsmarktdaten nach und notierte zuletzt bei 1,1307 US-Dollar. Zuvor hatte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1384 Dollar den höchsten Stand seit März erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1330 (Donnerstag: 1,1250) Dollar festgesetzt.

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Die Kurse deutscher Bundesanleihen gaben nach. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 144,07 Punkte. Die Umlaufrendite stieg im Gegenzug von minus 0,35 am Vortag auf minus 0,30 Prozent. Der Bund-Future lag am Abend mit 0,33 Prozent im Minus bei 169,97 Punkten.

RND/dpa

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