Börse: ifo-Daten sorgen für starken Wochenauftakt im Dax

  • Der Deutsche Aktienindex setzt zum Wochenauftakt dank guter ifo-Daten seinen Anstieg der vergangenen Woche fort.
  • Neben den Bayer-Aktionären haben auch die Anleger von Lufthansa-Aktien allen Grund zur Freude.
  • Im Fokus steht auch der Volkswagen-Konzern und das BGH-Urteil.
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Frankfurt. Nach den aktuellen Daten des Münchner Ifo-Instituts hat der Dax am Montagmorgen deutliche Kursgewinne verbucht. Zeitweise kletterte der deutsche Leitindex nahe die Marke von 11.300 Zähler und damit auf das höchste Niveau seit Anfang März. Bereits in der vergangenen Woche legte das wichtigste deutsche Börsenbarometer um fast 6 Prozent zu. Am Mittag verbucht der Dax ein Plus von mehr als 1,7 Prozent auf 11.266 Punkte.

Die Märkte zeigten sich am Morgen bereits unbeeindruckt von der jüngsten Entwicklung in Hongkong, wo China mit Sicherheitsgesetzen stärker als je zuvor in seiner autonomen Sonderverwaltungsregion eingreifen will. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kam es deshalb in Hongkong wieder zu Demonstrationen. Gleichzeitig warnte China die USA vor einem “neuem Kalten Krieg”.

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Die ifo-Zahlen standen bei den Anlegern zuerst im Fokus. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Analysten hatten im Mittel nur mit einem Zuwachs auf 78,5 Punkte gerechnet.

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt des Fondsanbieters Union Investment, konstatierte für die Unternehmen “Raum für Zuversicht”. Die Konjunkturerwartungen, die für die Finanzmärkte entscheidende Komponente, hätten nach dem Rekordtief im April ihren Tiefpunkt wohl durchschritten, so Zeuner. Eine weitere Stimmungsaufhellung sei in der nächsten Zeit wahrscheinlich.

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An der Dax-Spitze stehen unter anderem Bayer und auch die Deutsche Lufthansa. Die Bayer-Aktien gewannen nach einer Meldung über einen Teilerfolg im Glyphosat-Streit bei US-Vergleichsverhandlungen mehr als acht Prozent. Ein Händler sagte, es sei gewiss positiv, dass ein Ende der Klagen näher rücke. Zugleich mahnte er, dass wohl noch immer mehr als 30 Prozent der Klagen nicht abgeschlossen seien.

Die Papiere der Lufthansa stiegen derweil zeitweise mehr als 7,5 Prozent. Die Börse honorierte damit die Meldung, wonach die Bundesregierung und das Management des Konzerns sich grundsätzlich auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt haben. Zustimmen müssten aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission.

Die Einigung sei “im Rahmen” des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, hieß es am Montag in Regierungskreisen. Demnach liegt das Volumen der Hilfen bei neun Milliarden Euro. Der Bund will sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen.

Im Fokus steht ebenso VW. Gut viereinhalb Jahre nach Auffliegen des Dieselskandals verkündete der Bundesgerichtshof am Vormittag das erste höchstrichterliche Urteil. Demnach können klagende Käufer ihr Auto zurückgeben und das Geld dafür einfordern. Auf den Kaufpreis müssen sie sich aber gefahrene Kilometer anrechnen lassen. Die im Dax notierten Volkswagen-Vorzüge notierten zuletzt leicht im Minus.

RND/dpa

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