Auch wegen Böllerverbots: Aus für traditionsreiche Feuerwerkproduktion von Weco in Freiberg

  • Wegen des pandemiebedingten Verkaufsverbots für Feuerwerke Ende 2020 geriet das Weco-Werk in Freiberg in wirtschaftliche Schwierigkeiten.
  • Über das gesamte Jahr lag das Lager voll, die Produktion stand still, Kurzarbeit für die Beschäftigten war angesagt.
  • Jetzt hat Weco die Schließung des Werks angekündigt, noch im Dezember sollen die Kündigungen an die Belegschaft verschickt werden.
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Freiberg. Die traditionsreiche Herstellung von Feuerwerk in Freiberg steht endgültig vor dem Aus. Das Unternehmen habe sich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan für die rund 100 Beschäftigten verständigt, sagte ein Sprecher des Pyrotechnik-Unternehmens Weco am Montag. Im Laufe des Monats würden die Kündigungen ausgesprochen. Für die Mitarbeiter solle eine Transfergesellschaft geschaffen werden. Nicht betroffen seien die Beschäftigten der Automotive-Tochter am Standort, die im Bereich Airbags tätig ist.

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Für die einen sind die funkelnden Lichter und lauten Böller an Silvester ein Muss, für die anderen ein Ärgernis.  © dpa

Im Sommer waren die Schließungsabsichten von Weco mit Sitz im nordrhein-westfälischen Eitorf bekannt geworden. Begründet wurde der Plan mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach dem Verkaufsverbot von Feuerwerk Ende vorigen Jahres. Weil daher die Lager mit Böllern und Raketen voll waren, sei schon das ganze Jahr über kein Feuerwerk mehr in Freiberg produziert worden, hieß es nun. Daher galt Kurzarbeit für die Beschäftigten. Auch dieses Jahr gilt ein Verkaufsverbot für Feuerwerk und Böller zu Silvester, wie die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder jüngst beschlossen haben.

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Pläne für die Nachnutzung des Weco-Betriebsgeländes gibt es den Angaben zufolge noch nicht.

RND/dpa

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