Biontech und Pfizer gewinnen weiteren Partner für Impfstoffherstellung

  • Die Allianz aus Biontech und Pfizer hat einen weiteren Partner für die Herstellung des Corona-Impfstoffs gewonnen.
  • Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, soll in Reinbek in Schleswig-Holstein schon in wenigen Wochen die Produktion anlaufen.
  • Details zu der Vereinbarung sind bislang aber nicht bekannt.
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Auch in Schleswig-Holstein wird künftig der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hergestellt. Eine Sprecherin des Reinbeker Unternehmens Allergopharma bestätigte den „Kieler Nachrichten“, dass die Produktion in wenigen Wochen anlaufen soll. Damit ist es Biontech innerhalb weniger Wochen gelungen, gleich zwei weitere externe Partner zur Impfstoffherstellung zu gewinnen – was die Produktionskapazitäten erhöhen könnte.

Allergopharma, ein Arzneimittelhersteller aus Reinbek im Kreis Stormarn, ist ein Tochterunternehmen des Biontech-Partners Dermapharm. 300 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in Schleswig-Holstein. Diese würden nun für die Produktion des Corona-Impfstoffes geschult, heißt es bei den „Kieler Nachrichten“.

Diesen zufolge stellt die Allergopharma-Muttergesellschaft bereits Impfstoff von Biontech her, bislang aber nur in einem Werk bei Leipzig. Weitere Details zur Vereinbarung zwischen Allergopharma und Biontech sind bislang nicht bekannt, offenbar wurde eine Vertraulichkeitsvereinbarung beschlossen.

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Biontech erweitert Produktionskapazitäten

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Biontech hatte kürzlich angekündigt, die Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff zeitnah verdoppeln zu wollen. Insgesamt sollen 2021 nun etwa zwei Milliarden Dosen des Vakzins hergestellt werden. Zuletzt hatte Biontech angekündigt, dass in einem Werk des US-Herstellers Baxter in Halle (Westfalen) ebenfalls Impfstoffe gegen das Coronavirus hergestellt werden sollen.

Durch die Umstrukturierung könnte es kurzfristig zu reduzierten Lieferungen in der EU kommen. Das geht aus einer Mitteilung norwegischer Gesundheitsbehörden hervor. Demnach könnte Pfizer ab kommender Woche für einen gewissen Zeitraum weniger Impfstoffdosen von Biontech liefern als geplant. „Die vorübergehende Reduzierung betrifft alle europäischen Länder“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit, das dem norwegischen Gesundheitsministerium untergeordnet ist.

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Für Norwegen bedeute dies, dass das Land in der kommenden Woche 7800 Dosen weniger als geplant erhalten werde, wird Geir Bukholm, Direktor für Infektionskontrolle, im Schreiben zitiert. Ob und wie viele Dosen konkret für Lieferungen nach Deutschland und in weitere Länder in Europa betroffen sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Biontech selbst hat sich dazu noch nicht geäußert.

Neben einem Vakzin des US-Herstellers Moderna ist der Biontech-Impfstoff der einzige, der bereits in vielen Ländern eingesetzt wird. Die weltweite Nachfrage ist deshalb so groß, dass die Hersteller sie bislang nicht bedienen können. Biontech und Moderna setzen beide auf Impfstoffe, die auf der neuartigen mRNA-Technologie aufbauen – eine aus Expertensicht zwar vergleichsweise einfache, aber bislang kaum verbreitete Methode zur Impfstoffherstellung.

RND/hö/sbu

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