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Billiger Sprit ist schlecht fürs Geschäft: Darum engagiert sich Flixbus für den Klimaschutz

  • Der Fernbusanbieter Flixbus engagiert sich für den Klimaschutz und bei den geplanten Protesten.
  • Das Unternehmen wolle seiner Verantwortung gerecht werden, sagt der Mitgründer.
  • Allerdings könnte mehr Klimaschutz Flixbus auch gute Geschäfte bescheren.
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Gratisfahrten zum Klimastreik, Investitionen in nachhaltigere Busse und ein Aufruf an die Mitarbeiter, sich an den geplanten Protesten zu beteiligen: Beim Klimaschutz meint es Flixbus offenbar ernst. Doch zugleich könnte der Fernbusanbieter auch zu den Profiteuren einer entschlosseneren Klimapolitik gehören.

Für Daniel Krauss ist die Sache klar: „Der Mobilitätsbranche kommt eine entscheidende Verantwortung zu, wenn es um eine nachhaltige Zukunft geht. Daher war es für uns keine Frage, dass wir uns entsprechend engagieren“, sagt der Flixbus-Mitgründer und IT-Chef über die Unterstützung seines Unternehmens für die Klimaproteste. „Wichtig ist, dass wir als schon heute grünes Unternehmen unserer Verantwortung gerecht werden und mit gutem Beispiel vorangehen.“

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Trotzdem ist das Engagement auch für Flixbus mit Risiken verbunden. Höhere Spritpreise würden vorerst auch den Fernbusanbieter treffen. Wie hart, lasse sich pauschal nicht sagen, meint Krauss. Doch wenn sich Fridays for Future mit seinen Forderungen durchsetzt, dürfte auch der Diesel für die Busse teurer werden – bis zu ein Drittel mehr Treibstoffkosten würden auf Flixbus zukommen.

Günstiger Sprit ist schlecht fürs Geschäft

Krauss ängstigt das nicht. Im Gegenteil, ihm zufolge bergen höhere Spritpreise auch eine Chance für das Unternehmen. Denn Flixbus nutzt ein dynamisches Preissystem und weiß, unter welchen Bedingungen die Nachfrage nach Fernbustickets steigt. Und offenbar ist billiger Sprit schlecht für das Geschäft: „Was wir merken, ist, dass Leute bei günstigen Benzinpreisen weniger bereit sind, in den Fernbus zu steigen“, erklärt Krauss.

Er betont aber vor allem, langfristig den CO₂-Ausstoß auf null reduzieren zu wollen. 2030 soll es so weit sein, weshalb das Unternehmen verstärkt in Busse investiere, die mit Ökostrom, Wasserstoff oder Biogas fahren. Auch sei Flixbus schon heute eines der nachhaltigsten Verkehrsmittel, Flixtrain fahre bereits mit 100 Prozent Ökostrom.

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