Enteignungsvolksentscheid in Berlin: Vonovia warnt vor jahrelanger Hängepartie

Der Firmenname des Immobilienkonzerns «Vonovia» steht auf einem Schild in Wittenau im Bezirk Reinickendorf.

Der Firmenname des Immobilienkonzerns «Vonovia» steht auf einem Schild in Wittenau im Bezirk Reinickendorf.

Berlin/Bochum. Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat nach dem Berliner Volksentscheid über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen vor einer jahrelangen Hängepartie gewarnt. „Enteignungen lösen nicht die vielfältigen Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt“, sagte Vonovia-Chef Rolf Buch am Montag. Die Politik könne auch nach dem Entscheid konstruktivere Lösungen erarbeiten, die die Sorgen vieler Menschen aufgriffen, sich ihre Wohnung nicht mehr leisten zu können.

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Die Berlinerinnen und Berliner hatten sich am Sonntag mit 56,4 Prozent für die Enteignung von Wohnungskonzernen ausgesprochen. Damit ist die Landesregierung aufgefordert, „alle Maßnahmen einzuleiten“, die zur Überführung von Immobilien in Gemeineigentum erforderlich sind und dazu ein Gesetz zu erarbeiten.

Vonovia steht vor der Übernahme des größten Berliner Vermieters Deutsche Wohnen. Am Montag teilten die Bochumer mit, dass sie mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals der Deutsche Wohnen kontrollieren. Gemeinsam verkaufen beide Unternehmen drei landeseigenen Gesellschaften in Berlin 14.750 Wohnungen sowie 450 Gewerbeeinheiten für 2,46 Milliarden Euro.

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„In der neuen Legislaturperiode brauchen wir deutlich mehr Miteinander statt Konfrontation“, forderte Buch. Als nächsten Schritt würden die beiden Unternehmen ihre Mieten in Berlin freiwillig für die kommenden fünf Jahre begrenzen. Darüber hinaus seien sie bereit, 13.000 Wohnungen in Berlin zu bauen.

RND/dpa

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