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Bericht: Scheuer warnte vor Versorgungslücken in Supermärkten über Ostern

  • Vor der Entscheidung, die Osterruhe wieder zurückzunehmen, hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach „Bild“-Informationen am Mittwoch vor einer schwierigen Situation bei Supermärkten und Drogerien gewarnt.
  • Dies hätte vor allem verderbliche Ware betroffen.
  • Am Tag zuvor erwartete der Lebensmittelhandel jedoch noch keine Versorgungsengpässe.
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Vor der Rücknahme der geplanten Osterruhe hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einem Bericht der „Bild“ zufolge am Mittwochmorgen vor Versorgungslücken in Supermärkten und Drogerien über Ostern gewarnt. Demnach könnten die Logistikketten den erwarteten Kundenandrang durch die zusätzlichen Ruhetage möglicherweise nicht bewältigen. Hintergrund sei eine Schalte mit den Chefs der wichtigsten Discounter in Deutschland am Mittwochmorgen gewesen. Sie hatten laut „Bild“-Informationen davor gewarnt, dass vor allem schnell verderbliche Ware, die am Donnerstag geliefert werde, wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch am Karsamstag nicht mehr verkauft werden könnte. Verschiedene Discounter und Supermärkte standen auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland für eine Einschätzung zunächst nicht zur Verfügung.

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Lebensmittelhandel: „Erwarten überhaupt keine Engpässe“

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Einen Tag zuvor hatten einzelne Ketten und auch der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) zumindest bezüglich der Warenversorgung vor Ostern jedoch noch keine Bedenken geäußert. „Wir sind mittlerweile pandemieerfahren und erwarten überhaupt keine Engpässe“, erklärte BVLH-Sprecher Christian Böttcher am Dienstag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Sollte es zu Sortimentslücken kommen, dann nur, weil man in die Regale nur so viel hineinstellen kann, wie reinpasst. Fehlende Produkte werden aber schnell wieder nachgelegt“, betonte Böttcher. Auch Edeka versicherte am Dienstag noch: „Unsere Kundinnen und Kunden können sich darauf verlassen, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und ein sicheres Einkaufen auch um die Ostertage gesichert sind.“ Auf Nachfrage des RND hatten auch Aldi Nord und Rewe bestätigt, dass die Warenversorgung zu Ostern in ihren Märkten sichergestellt sei.

Handelsverband Deutschland kritisiert Corona-Beschlüsse über Ostern

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Bund und Länder hatten in der Nacht zu Dienstag unter anderem einen verschärften Osterlockdown vom 1. bis 5. April beschlossen, um das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben stärker herunterzufahren. Der Gründonnerstag und der Karsamstag sollten dafür zu Ruhetagen erklärt werden. Nach massiver Kritik und Verwirrung um die geplante Corona-Osterruhe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Regelung aus den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen nun wieder gekippt.

RND/bk/hö/dpa

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