Etliche Arbeitsunfälle am BER durch Stromschläge – Verdi schaltet sich ein

  • Die Gewerkschaft Verdi berichtet von bereits 60 Arbeitsunfällen am Terminal 1 des BER.
  • Mitarbeiter bekamen so starke Stromschläge, dass einige von ihnen im Krankenhaus behandelt werden mussten.
  • Verdi und die Brandenburger Linken fordern daher, den Terminal vorerst stillzulegen.
Alice Mecke
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Hannover. Am neuen Flughafen Berlin Brandenburg BER häufen sich seit Inbetriebnahme Arbeitsunfälle durch Stromschläge. Wie die „Märkische Allgemeine” (MAZ) berichtet, fordert die Gewerkschaft Verdi nun, die Passagierkontrollen am Terminal 1 des BER sofort auszusetzen – in diesem Bereich häufen sich die Unfälle. Beschäftigte der Firma Securitas verletzten sich demnach immer wieder durch Geräte, die das Handgepäck der Passagiere durchleuchten. Die Probleme seien schon seit dem Probebetrieb des Flughafens im Oktober bekannt.

Mehr als 60 Vorfälle

Die betroffenen Mitarbeiter würden von starken Schmerzen, Taubheitsgefühl und Benommenheit berichten. Mehrfach seien Verletzte mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert worden, woraufhin einige Mitarbeiter krankgeschrieben worden seien. Laut Verdi kam es allein am 6. Januar zu elf Zwischenfällen. An diesem Tag habe viermal ein Rettungswagen gerufen werde müssen. Insgesamt soll es schon mehr als 60 Unfälle gegeben haben.

An der Flughafengesellschaft FBB sind die Länder Brandenburg und Berlin zu jeweils 37 Prozent beteiligt, die restlichen 26 Prozent hält der Bund.

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