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  • Bargeldloses Zahlen: Kartenzahlung kann teuer werden - diese versteckten Gebühren gibt es

Bargeldloses Bezahlen kann teuer werden

  • Immer mehr Menschen zahlen in Zeiten von Corona mit der Girocard.
  • Doch viele Sparkassen und Volksbanken erheben Gebühren fürs bargeldlose Bezahlen.
  • Besonders günstige Basiskonten sind betroffen.
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In Zeiten von Corona zahlen immer mehr Menschen bargeldlos mit der Girocard, denn das ist hygienischer. Manche kleine Geschäfte akzeptieren sogar derzeit nur Kartenzahlung. Entsprechend verzeichnete der Sparkassen-Dachverband DSGV im März 11,4 Prozent mehr Transaktionen mit Girocard als noch im Februar. Der Anteil der kontaktlosen Zahlungen lag bei 52,2 Prozent – ein Rekordwert. Die Entscheidung das Limit für kontaktlose Zahlungen ohne PIN-Eingabe auf 50 Euro zu erhöhen, gab dem bargeldlosen Zahlungsverkehr zusätzlich Anschub.

Allerdings kann für manche Bankkunden das Bezahlen mit EC-Karte teuer werden. Denn wie eine Auswertung des Finanz-Portals Biallo ergeben hat, erhebt die Hälfte aller Sparkassen und Volksbanken Gebühren für die Kartenzahlung. Der Spitzenwert lag bei 70 Cent pro Transaktion. Soviel müssen Kunden der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe in Wesel bezahlen, wenn sie sich für das günstige Kontomodell “Klassik” entschieden haben. Bei zwei Bezahlvorgängen pro Tag kann es so aufs Jahr gerechnet zu einer Mehrbelastung von 504 Euro kommen.

Preisspanne liegt bei 2 bis 70 Cent

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Von 820 überprüften Instituten verlangen laut Biallo 401 Gebühren fürs bargeldlose Bezahlen. Die Preisspanne liegt bei 2 bis 70 Cent. Allerdings kommt es stark auf das Kontomodell an, für das sich ein Kunde entschieden hat. Vor allem Basiskonten mit niedrigen Kontoführungsgebühren schlagen bei den Transaktionskosten zu.

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Biallo kritisiert, dass die Gebühren bei vielen Sparkassen und Volksbanken nicht explizit ausgewiesen werden. So finde man auf den Websites zwar Preise für sogenannte “beleglose Buchungen”. In 90 Prozent der Fälle werde aber nicht erklärt, was darunter zu verstehen ist.

Wer die genannten Gebühren zahlen muss, sollte sich überlegen, ob er das Kontomodell wechselt. Denn oft ist es günstiger, höhere Kontoführungsgebühren zu akzeptieren und dafür bei den Transaktionsentgelten zu sparen.

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