Günstige Fahrkarten: Bahn will Mehrwertsteuersenkung in voller Höhe weitergeben

  • Bahnkunden sollen von der zeitweisen Senkung der Mehrwertsteuer profitieren.
  • Man werde die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben, teilte Vorstandsmitglied Berthold Huber mit.
  • Nach dem Beschluss der Bundesregierung soll der ermäßigte Satz, der seit Jahresbeginn auch für Bahnfahrkarten gilt, bis Jahresende von sieben auf fünf Prozent sinken.
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Berlin. Für Kunden der Deutschen Bahn ist die nächste Preissenkung in Sicht. Ab dem 1. Juli werden Fahrkarten im Fernverkehr 1,9 Prozent billiger angeboten. "Wir werden die Mehrwertsteuersenkung an unsere Kunden weitergeben", teilte Vorstandsmitglied Berthold Huber der Deutschen Presse-Agentur mit. Das gelte für alle Super-Sparpreis-, Sparpreis und Flexpreis-Tickets sowie für Bahncards und Zeitkarten im Fernverkehr.

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Im Nahverkehr entscheidet die Bahn in den meisten Fällen nicht selbst, aber auch hier sollen die Fahrgäste profitieren. "Die Mehrwertsteuer-Absenkung wollen wir "1:1" an unsere Kunden weitergeben", heißt es in einem Brief des Vorstands an den Aufsichtsrat, der der Deutschen Presse-Agentur in Teilen vorliegt.

Wann auch Regio fahren günstiger wird, steht aber noch nicht fest. Man sei in Gesprächen mit den anderen Beteiligten der Branche, also Verkehrsverbünden, anderen Bahn-Betreibern und den Aufgabenträgern, die den Nahverkehr in Deutschland organisieren und finanzieren.

Bahn will Steuersenkung weitergeben

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Nach dem Beschluss der großen Koalition in der vergangenen Woche, die Mehrwertsteuer ab 1. Juli bis Jahresende zu reduzieren, hatte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla angekündigt zu prüfen, “wie und in welcher Form wir die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben können”. Der ermäßigte Satz, der seit Jahresbeginn auch für Bahnfahrkarten gilt, soll von sieben auf fünf Prozent sinken.

Schon zu Jahresbeginn hatte die Bahn die Fahrpreise im Fernverkehr um zehn Prozent reduziert. Die Bahn hatte die damalige Mehrwertsteuersenkung eins zu eins auf die Fahrkartenpreise angerechnet.

RND/dpa

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