Automarkt schwächelt weiter – Neuzulassungen unterdurchschnittlich

  • Der Automarkt wächst wieder langsam, mit dem Vorkrisenniveau kann er allerdings noch nicht mithalten.
  • Unterdessen konnten Elektrofahrzeuge ihren Anteil an den Neuzulassungen weiter steigern.
  • Auch die umstrittenen SUVs sind weiter beliebt.
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Berlin. Der deutsche Automarkt erholt sich weiter, hinkt dem hohen Niveau der Vorjahre aber noch deutlich hinterher. 230.635 Autos wurden im vergangenen Monat neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag mitteilte. Das waren demnach rund 37 Prozent mehr als noch im Mai des Vorjahres. Nicht nur Autohäuser mussten damals schließen, auch die Produktion war stark eingeschränkt. Der Absatz war massiv eingebrochen.

Damit wurden seit Anfang des Jahres bundesweit rund 1,1 Millionen Fahrzeuge zugelassen, knapp 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Öffnungsschritte für Autohändler gefordert

Die nun wieder erreichten hohen Wachstumsraten dürften deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Automarkt weiter schwächele, teilte der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel, mit. „Seit Jahresbeginn blieb das Neuzulassungsvolumen 16 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.“ Angesichts sinkender Inzidenzzahlen forderte er bundesweite Öffnungsschritte für die Autohändler.

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Das Gleiche gilt laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) auch für die Produktion. Demnach wurden im Mai rund 250.100 Autos gebaut, das waren 58 Prozent mehr als im Mai des vergangenen Jahres. „Jedoch wird auch hier das Vorkrisenniveau noch deutlich unterschritten“, hieß es.

Mehr Zulassungen bei E-Autos

Unterdessen konnten Elektrofahrzeuge ihren Anteil an den Neuzulassungen weiter steigern, auf 11,6 Prozent. 26.786 Neuwagen mit einem reinen Elektroantrieb kamen laut KBA im Mai neu auf die Straßen. Das waren fast viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Allerdings sind auch die umstrittenen SUV weiter beliebt. Ihr Anteil an den Neuzulassungen lag im Mai bei rund 23 Prozent.

RND/dpa

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