Süßwarenkette Arko: Insolvenzverfahren wegen Lockdowneinbußen

  • Insolvenz in Eigenverwaltung hat die Deutsche Confiserie-Holding beantragt.
  • Zu ihr gehören auch die Süßwarenkette Arko sowie Hussel und Eilles.
  • Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seien für ein Vierteljahr gesichert, berichten die „Kieler Nachrichten“.
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Wahlstedt/Kiel. Die Deutsche Confiserie-Holding (DCH) hat am Montagnachmittag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, ist das Amtsgericht Norderstedt diesem Antrag gefolgt. Zur in Schleswig-Holstein ansässigen DCH gehören die Unternehmen Arko, Hussel und Eilles.

Die DCH-Gruppe hat laut eigenen Angaben besonders stark unter den Corona-Beschränkungen gelitten. Für die Branche sehr wichtige Verkaufszeiträume, Ostern und Weihnachten, seien weggebrochen. Immerhin, während des zweiten Lockdowns im Winter konnten die Geschäfte geöffnet bleiben. Dennoch: Nur wenige Menschen hätten sich in die Innenstädte gewagt. Der Umsatz sei deshalb ausgeblieben.

Rund 1600 Mitarbeiter und 300 Filialen

„Es ist uns nicht leichtgefallen, den Insolvenzantrag zu stellen“, sagte Patrick G. Weber, Geschäftsführer der DCH-Gruppe, den „Kieler Nachrichten“. Er gab sich aber zuversichtlich, die Marken „positiv in die Zukunft zu führen“.

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Um die 1600 Mitarbeiter zählt die Unternehmensgruppe. Solange das vorläufige Insolvenzverfahren läuft, seien Löhne und Gehälter drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Rund 300 Filialen der Marken Arko, Hussel und Eilles gibt es bundesweit.

RND

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