Massenansturm am Wochenende: Ikea äußert sich zur Kritik

  • Nach und nach öffnen immer mehr Ikea-Filialen in Deutschland, nachdem sie wegen des Coronavirus wochenlang schließen mussten.
  • In NRW liefen die Öffnungen teils chaotisch ab und wurden stark kritisiert.
  • Ikea äußert sich nun zu den Vorwürfen.
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Ende April durften die ersten Ikea-Filialen in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen, nachdem sie wegen der Corona-Maßnahmen wochenlang schließen mussten. Doch was sich am vergangenen Wochenende auf den Parkplätzen der Möbelhäuser abspielte, wurde in den sozialen Medien scharf kritisiert: Menschenmassen, die sich nicht an die Abstandsregeln oder die Maskenpflicht hielten, und Sicherheitskräfte, die mit Mühe versuchten, die Parkplätze abzuriegeln. Bis zu zwei Stunden Wartezeit sollen Kunden in Kauf genommen haben, um das Möbelhaus betreten zu können. Nun hat sich Ikea gegenüber dem Portal “Watson” zu den Vorwürfen geäußert.

Stau auf der A46 wegen Ikea-Ansturm

Dass sich Ikea bemüht hat, die Maßnahmen bei den wartenden Kunden durchzusetzen, ist auf Bildern zu erkennen, die auf Twitter und Co. geteilt wurden. Umgekippte Einkaufswagen und Absperrband sollten die Kundenführung organisieren. Die Kunden hingegen schienen wenig Wert auf den Mindestabstand oder das Aufsetzen einer Maske zu setzen.

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Die Schlangen vor den Ikea-Häusern in NRW gingen teils sogar über den Parkplatz hinaus. Der “Kölner Express” berichtete von einer Autoschlange vor dem Ikea in Düsseldorf-Reisholz, die einen Stau auf der A46 verursachte.

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Einlassstopp war Grund für die langen Schlangen

In den Geschäften muss es wohl anders ausgesehen haben. Ikea rechtfertigt die langen Schlangen gegenüber “Watson” damit, dass nur eine begrenze Zahl an Kunden überhaupt in die Filialen eingelassen werden. Für eine Person müssten 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass sich – je nach Größe der Filiale – zwischen 400 und 650 Kunden gleichzeitig darin befinden können.

Wie Ikea außerdem gegenüber dem Portal erklärte, gebe es auch in den Möbelhäusern die Verpflichtung zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Eine regelmäßige Durchsage soll die Kunden daran erinnern, diesen auch einzuhalten. Markierungen am Boden weisen ebenfalls auf den Mindestabstand hin. Mitarbeiter würden mit Plexiglasscheiben vor Tröpfcheninfektion geschützt werden.

Ikea prüft weitere Maßnahmen

Um Massenanstürme wie am vergangenen Wochenende zu verhindern, möchte Ikea nun prüfen, welche erweiternden Maßnahmen notwendig sind, um den Schutz von Kunden und Mitarbeitern zu verbessern. Auf der Internetseite der schwedischen Möbelkette wird außerdem dazu geraten, die ersten Tage nach Wiedereröffnung zurückhaltend zu nutzen und alleine oder mit höchstens einer Begleitperson die Filialen zu besuchen. Die Maskenpflicht gilt dabei auch für den Besuch im Ikea-Einrichtungshaus.

RND/tmo

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