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Leitete Geldinstitut von 2012 bis 2015

Früherer Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain stirbt mit 59 Jahren

Anshu Jain arbeitete von 1995 bis 2015 für die Deutsche Bank, zuletzt als Co-Chef an der Seite von Jürgen Fitschen. Er verließ das Geldhaus im Sommer 2015 nach wachsender Kritik. (Archivbild)

Anshu Jain arbeitete von 1995 bis 2015 für die Deutsche Bank, zuletzt als Co-Chef an der Seite von Jürgen Fitschen. Er verließ das Geldhaus im Sommer 2015 nach wachsender Kritik. (Archivbild)

London/Frankfurt. Der frühere Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain ist tot. Der britisch-indische Manager sei in der Nacht zum Samstag im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer langen, schweren Krankheit gestorben, teilte die Deutsche Bank am Samstag mit. Jain leitete von 2012 bis 2015 gemeinsam mit Jürgen Fitschen die Deutsche Bank. Im Sommer 2015 verließ er das größte deutsche Geldhaus nach wachsender Kritik.

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Jain habe über zwei Jahrzehnte „eine prägende Rolle in der Entwicklung der Deutschen Bank“ gespielt und das globale Kapitalmarktgeschäft des Konzerns maßgeblich mit aufgebaut, hieß es in der Mitteilung. Vorstandschef Christian Sewing erinnerte sich an die „leidenschaftliche Führungskraft von intellektueller Brillanz“ des Managers. „Viele von uns hat er mit seiner Energie und Loyalität zu unserer Bank zutiefst beeindruckt.“

Anshu Jain spricht auf einer Veranstaltung der Deutschen Bank. (Archivbild)

Anshu Jain spricht auf einer Veranstaltung der Deutschen Bank. (Archivbild)

Jain kämpfte fünf Jahre lang mit einer Krebserkrankung

Das Image als skrupelloser Investmentbanker wurde der indischstämmige Brite in seinen drei Jahren als Co-Chef der Deutschen Bank allerdings nie ganz los: Die Liste der Skandale des Instituts war lang, und die Aktionäre straften die Doppelspitze Anshu Jain/Jürgen Fitschen am Ende ab.

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Jains Familie schrieb in einem Statement, das der „Financial Times“ vorlag, Jain sei nach einem fünfjährigen Kampf gegen den Krebs gestorben. Demnach habe es sich um Magenkrebs gehandelt. Er habe allerdings vier Jahre länger gelebt als die ursprüngliche Prognose seiner Ärzte. „Bis zum letzten Tag hat Anshu sein lebenslanges Ziel verfolgt, ‚keine Statistik‘ zu sein“, hieß es nach Angaben des Blattes. „Wir sind zutiefst traurig, dass unser geliebter Ehemann, Sohn und Vater, Anshu Jain, über Nacht verstorben ist“, hieß es weiter in dem Statement.

In den vergangenen Jahren hatte sich Jain beruflich Richtung USA orientiert. 2016 nahm er einen Beraterjob im Silicon Valley beim Fintech-Unternehmen Social Finance (Sofi) an, 2017 heuerte er beim New Yorker Finanzdienstleister Cantor Fitzgerald an, wo er sich um die Wachstumsstrategie kümmerte.

RND/dpa/sic

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