Amazon: Smartes “Dash-Regal” bestellt automatisch Artikel nach

  • Im Büro sind wieder die Kugelschreiber ausgegangen? Oder das Druckerpapier fehlt?
  • Solche Situation können laut Amazon durch das neue “Dash-Regal” verhindert werden - indem es Artikel nachbestellt.
  • Ob das Konzept Erfolgsaussichten hat, ist allerdings unklar. Denn die Dash-Buttons als Vorgänger scheiterten gründlich.
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Seattle. Amazon hat eine neue Idee für automatische Nachbestellungen von Alltagsartikeln: Sein "Dash Shelf" ist im Kern eine vernetzte Waage, die eine Order auslösen kann, wenn das Gewicht auf ihr unter einen bestimmten Wert fällt. Das könnten zum Beispiel Papier, Klebeband, Stifte oder Kugelschreiber sein, wie der Online-Händler bei der Vorstellung des Geräts demonstrierte.

"Dash Shelf" für kleine Unternehmen

Das smarte Regal kann mit oder ohne Stromanschluss verwendet werden – ein integrierter Akku macht es möglich. Die Einrichtung geschieht per WLAN über die Amazon-App. Hier können verschiedene Produkte ausgewählt sowie die Menge bestimmt werden. Zudem kann der Nutzer entscheiden, ob ihm das "Dash Shelf" eine Benachrichtung schicken soll, wenn der entsprechende Artikel aufgebraucht ist oder es autonom selbst nachbestellen soll. Laut dem Technikportal "The Verge" sind versehentliche automatische Nachbestellungen ausgeschlossen, falls ein Element nur vorübergehend entfernt wurde.

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Das "Dash Shelf" kommt in drei Größen und ist vor allem für Büros und kleine Unternehmen gedacht. Amazon bietet den Firmen als Anreiz Rabatte von bis zu 15 Prozent auf bestimmte Artikel an, wenn sie das smarte Regal nutzen. Es soll zunächst im kommenden Jahr für Geschäftskunden in den USA auf den Markt kommen – ob es auch für Privatkunden angeboten wird, ist noch unklar.

"Dash Buttons": Seit Anfang 2019 kein Verkauf mehr

Im Hinblick auf das Scheitern der Amazon "Dash Buttons", kleiner Schalter, mit denen Privatverbraucher Produkte einfach nachbestellen konnten, ist ein Angebot der "Dash Regale" im Privatkunden-Bereich eher nicht zu erwarten. Im März 2019 gab Amazon bekannt, weltweit den Verkauf der "Dash Buttons" einzustellen. In Deutschland waren die Hardware-Knöpfe bereits im Januar 2019 gerichtlich verboten worden. Die Richter entschieden, dass Amazon gegen Gesetze zum Online-Handel verstoße, weil beim Einkauf klare Informationen zu Inhalt, Preis und der Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlten.

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RND/dpa/dale