„Klar auf Kurs“: Alstom dank Bombardier-Integration trotz Einbußen zufrieden

  • Der Zug- und Bahntechnik-Hersteller Alstom musste im Jahr 2020 herbe Verluste hinnehmen.
  • Der Nettogewinn schrumpfte im vergangenen Jahr von 467 Millionen auf 247 Millionen Euro.
  • Doch das französische Unternehmen ist zufrieden: Großaufträge und die Übernahme der Zugsparte von Bombardier machen Konzernchef Henri Poupart-Lafarge Mut.
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Paris/Salzgitter. Der französische Zug- und Bahntechnik-Hersteller Alstom, der eine seiner größten Produktionsstätten im niedersächsischen Salzgitter betreibt, hat die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekommen. Trotz einer Erholung im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres (bis Ende März) waren Auftragseingang und Umsatz aus eigener Kraft rückläufig, wie der Siemens-Konkurrent am Dienstag in Saint-Ouen-sur-Seine bei Paris mitteilte. In Salzgitter beschäftigt der Konzern nach eigenen Angaben etwa 2000 Mitarbeiter.

Während die Bestellungen ein Minus von 14 Prozent verzeichneten, gingen die Erlöse aus eigener Kraft - also ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte - im Jahresvergleich um 4 Prozent zurück. Inklusive der milliardenschweren Übernahme der Zugsparte von Bombardier legte der Umsatz aber um 7 Prozent auf rund 8,8 Milliarden Euro zu. Alstom hatte die Sparte der Kanadier Anfang 2021 übernommen und will so dem chinesischen Weltmarktführer CRRC die Stirn bieten.

Nettogewinn schrumpft deutlich

Unter dem Strich sackte der Nettogewinn auf 247 Millionen Euro ab, nachdem Alstom ein Jahr zuvor noch 467 Millionen erwirtschaftet hatte. Neben der Corona-Krise belasteten den Hersteller der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge auch Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme. Konzernchef Henri Poupart-Lafarge verwies ungeachtet dessen darauf, dass sich Alstom in der zweiten Jahreshälfte verschiedene Großaufträge gesichert habe und sich die Geschäfte trotz der Beeinträchtigungen durch die Pandemie widerstandsfähig gezeigt hätten. Die Bombardier-Integration sei klar auf Kurs.

RND/dpa

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