SAP sorgt mit angehobenen Jahreszielen für gute Stimmung am Aktienmarkt

  • Europas größter Softwarekonzern korrigiert seine Jahresziele nach oben.
  • Damit dürfte sich auch Anfang kommender Woche die Erholung am deutsche Aktienindex fortsetzen.
  • Am Freitag legten sowohl der Dax als auch der MDax weiter zu.
Anzeige
Anzeige

Frankfurt/Main. Die Erholungsdynamik auf dem deutschen Aktienmarkt dürfte in die neue Woche hinein nachwirken. „Der Beginn der US-Berichtssaison macht Appetit auf mehr“, bringt Marktexperte Timo Emden die Stimmung vieler Anleger auf den Punkt. Zudem sorgte Europas größter Softwarekonzern SAP mit seinen angehobenen Jahreszielen bereits für gute Laune unter den Dax-Anlegern. Am Freitag legte der deutsche Leitindex um 0,81 Prozent auf 15 587,36 Punkte zu, womit ein Wochenplus von 2,5 Prozent zu Buche steht. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte rückte um 0,55 Prozent auf 34 358,41 Zähler vor.

In der neuen Woche werden mehr Quartalsberichte erwartet: vor allem von Unternehmen aus den USA, aber auch einige aus Deutschland. Hinzu kommen Wirtschaftsdaten.

Der Tag Was heute wichtig ist. Lesen Sie den RND-Newsletter "Der Tag".
Anzeige

Sorgen bereiten Energiepreise und Lieferschwierigkeiten

Immer mitschwingen dürfte trotz aller Entspannungstendenzen die Sorge um die Energie- und Rohstoffpreise sowie um die Inflation oder um Lieferkettenprobleme. Nicht zuletzt ist auch das Thema des chinesischen Immobiliengiganten Evergrande samt der Furcht, es könne zu einer Kettenreaktion kommen, nicht vom Tisch.

Die Hoffnung der Anleger sei allerdings, „dass das meiste wieder ins Gleichgewicht kommt und die Unternehmen mit den Schwierigkeiten bis dahin irgendwie klarkommen“, glauben Experten der Landesbank Baden-Württemberg. „Das große Bild ist schließlich nicht so schlecht wie die skizzierten Probleme vermuten ließen, wie etwa ein Blick auf die vollen Auftragsbücher zeigt.“

Vonseiten der Konjunktur kommen die meisten Daten aus den USA: Aus der Industrie werden neben Produktionszahlen für September am Montag auch Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaftsregion Philadelphia am Donnerstag veröffentlicht. Am Freitag stehen die US-Einkaufsmanagerindizes des Forschungsinstituts Markit an. Daten aus dem US-Bau- und Immobiliensektor dürften ebenfalls Beachtung finden und am Mittwoch zudem der Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank.

Verhaltenes Wirtschaftswachstum in China erwartet

China rückt am Montag ebenfalls mit Daten zur Industrieproduktion in den Blick. Zudem dürfte das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal ein wohl nur verhaltenes Wachstum zeigen.

Für Deutschland werden am Mittwoch die Produzentenpreise für September bekanntgegeben. Am Freitag stehen zudem - wie in der Eurozone allgemein - die Markit-Einkaufsmanagerindizes im Fokus. Zwar sei die Stimmung in der Wirtschaft immer noch gut, doch die Preisexplosion im Bereich Energie dürfte weiter dämpfend gewirkt haben, erwartet Commerzbank-Analyst Christoph Weil.

Unternehmensseitig wird am Dienstagabend die Deutsche Börse über ihr drittes Quartal berichten. Unter den Firmen aus der zweiten und dritten Reihe legen Software AG sowie der Telekomausrüster Adva und der Personaldienstleister im IT-Bereich Amadeus Fire am Donnerstag ihre Zahlen vor.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen