• Startseite
  • Wirtschaft
  • Adidas von Corona betroffen: Aktie legt 2019 kräftig zu - dank Coronavirus droht in China jedoch Milliardenverlust

Adidas legt 2019 kräftig zu - aber das Coronavirus könnte sehr teuer werden

  • Der Sportartikelhersteller Adidas ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen - doch wie es weitergeht, ist unklar.
  • Zwar rechnet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr mit einem erheblichen Umsatzplus.
  • Doch gleichzeitig sind die Folgen des Coronavirus kaum bezifferbar.
Anzeige
Anzeige

Herzogenaurach. 2019 war ein Erfolgsjahr - doch nun ist unklar, wie teuer das Coronavirus wird: Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Die Erlöse stiegen im Vergleich zu 2018 währungsbereinigt um sechs Prozent auf 23,64 Milliarden Euro. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten - für Adidas die entscheidende Ergebnisgröße - kletterte um zwölf Prozent auf 1,918 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte.

Und auch für das laufenden Jahr ist Adidas optimistisch: Der Prognose zufolge will Adidas 2020 seinen Umsatz um sechs bis acht Prozent und seinen Gewinn um zehn bis 13 Prozent nach oben schrauben - das wäre nach den Worten von Vorstandschef Kaspar Rorsted die sechste zweistellige Steigerung in Folge. Mögliche negative Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus, was derzeit besonders das wichtige China-Geschäfte beeinträchtigt, seien dabei allerdings noch nicht berücksichtigt, sagte Rorsted.

Das Coronavirus wird teuer

Dabei könnte das Coronavirus den Wachstumskurs massiv erschweren - auch wenn die konkreten Auswirkungen schwer abzuschätzen seien, wie Rorstedt sagte. “Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Situation lässt sich das gesamte Ausmaß der finanziellen Auswirkungen auf unser Geschäft im Jahr 2020 noch nicht zuverlässig quantifizieren”, betonte Rorsted. “Seit Ausbruch des Coronavirus ist es nach dem chinesischen Neujahr zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit in China gekommen”, sagte der Adidas-Chef.

Anzeige

Das Unternehmen hatte im Februar von einem Einbruch in China um 85 Prozent gesprochen. Der Umsatz wird dort um 800 Millionen bis eine Milliarde Euro unter Vorjahr liegen, hat das Unternehmen laut Tagesschau.de nun bei der Vorlage der Jahreszahlen gewarnt. Beim operativen Ergebnis rechnet Adidas demnach mit einer Belastung von 400 bis 500 Millionen Euro. Ein Großteil der Läden war wegen der Epidemie geschlossen worden, in die anderen kamen kaum Kunden. Seit Anfang März erhole sich das Geschäft wieder, teilte Adidas mit.

Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen
Anzeige

Wie sich indes die Ausbreitung des Coronavirus in Europa auf die Geschäfte auswirkt, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Viele Branchen befürchten auch auf dem hiesigen Markt erhebliche Einbußen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen