400 deutsche Manager kehren mit Sonderflügen nach China zurück

  • Wegen Corona hat die chinesische Regierung für praktisch alle Ausländer ein Einreiseverbot verhängt.
  • Jetzt kehrten 400 deutsche Wirtschaftsvertreter mit einer Sondergenehmigung zurück.
  • Es soll ein Zeichen dafür sein, den Betrieb in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wieder aufzunehmen.
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Frankfurt/Main. Rund 400 deutsche Manager, Angestellte und deren Angehörige kehren mit einer Sondergenehmigung nach China zurück. Ein erster Charterflug mit 200 Passagieren startete am Freitagabend in Frankfurt und wurde kurz vor Samstagmittag (Ortszeit) in der östlich von Peking gelegenen Hafenstadt Tianjin erwartet. Eine weitere Maschine soll am 4. Juni in Shanghai landen.

Internationale Konzerne drängen nach China zurück

Organisiert wurden die Charterflüge von der deutschen Handelskammer in China in Kooperation mit deutschen Auslandsvertretungen und der Lufthansa. Es handelt sich um die ersten Rückflüge ausländischer Staatsbürger von Europa nach China seit Einführung von Sperrmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie. Die Regierung in Peking hat praktisch zwar für alle Ausländer wegen des Virusausbruchs ein Einreiseverbot verhängt. Doch streben internationale Konzerne an, ihren Betrieb in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde wieder aufzunehmen. Daher gab es für die Passagiere eine Ausnahme vom Einreisestopp.

Über 5200 deutsche Unternehmen sind in China aktiv

Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Volkswirtschaften Chinas und Deutschlands wieder miteinander zu verbinden, wurde Jens Hildebrandt, Exekutivdirektor der deutschen Handelskammer in Nordchina, in einer Pressemitteilung zitiert. Es sei im gemeinsamen Interesse, einen Beitrag zu leisten, die Wirtschaft wieder zur Normalität und auf ein Niveau zurückzuführen, das vor der Corona-Krise gängig gewesen sei.

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Mehr als 5200 deutsche Unternehmen sind in China aktiv, wo sie mehr als eine Million Menschen beschäftigen. Man wisse, dass es einen riesigen Bedarf in der deutschen Unternehmensszene geben, noch mehr ausländische Angestellte nach China zurückzuschicken, ergänzte Hildebrandt.

RND/AP

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