2G im Einzelhandel: Diese Regeln gelten beim Einkaufen

  • Bund und Länder haben sich auf verschärfte Corona-Maßnahmen geeinigt.
  • Zugang zum Einzelhandel sollen nur noch Geimpfte und Genesene erhalten.
  • Was die neuen Regeln für den Einkauf bedeuten.
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In mehreren Bundesländern ist am Wochenende die 2G-Regel im Einzelhandel in Kraft getreten. Auf einen entsprechenden Beschluss hatten sich Bund und Länder auf ihrer Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag geeinigt.

„Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene“, hieß es in dem Beschluss. Das müsse von den Geschäften kontrolliert werden.

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Bund und Länder verabredeten, dass Geschäfte des täglichen Bedarfs davon ausgenommen seien: „Hinsichtlich der Ausnahmen orientieren sich die Länder am entsprechenden Katalog in der Bundesnotbremse.“

Supermärkte und Drogerien sind ausgenommen

Die Länder legten fest, in welche Geschäfte auch Ungeimpfte einkaufen dürfen – etwa Supermärkte und Drogerien. Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt beschloss etwa, dass im Rahmen der schärferen Corona-Maßnahmen ab Montag diese Läden von der 2G-Regel ausgenommen sind: Lebensmittelhandel, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, E-Zigaretten-Geschäfte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker und Hörgeräte-Akustiker, Tankstellen, Zeitschriftenläden, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarf- und Futtermittelmärkte, Kfz-Teile-Verkaufsstellen, Fahrradläden, Bau- und Gartenmärkte, Poststellen und der Großhandel.

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Ähnliche Regeln traten beispielsweise in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg bereits am Samstag in Kraft. Hessen kündigte an, dass das 2G-Modell ab Sonntag gelten soll. Berlin hatte die Regel bereits vergangene Woche eingeführt

Bund und Länder einigten sich mit Blick auf Silvester auf eine weitere Einschränkung für den Handel: Böller und Feuerwerk dürfen zum Jahreswechsel 2021 auf 2022 nicht verkauft werden. Auch wer schon welche erworben hatte, soll an bestimmten belebten Plätzen darauf verzichten müssen – welche das sind, bestimmen die Kommunen. Vom Zünden von Raketen wurde generell abgeraten, um die Kliniken in der Pandemie nicht mit noch mehr Verletzten zu belasten.

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Handelsverband fordert Hilfen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte von der Bundesregierung zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel, um die Folgen der Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen der Branche zu kompensieren. Ziel müsse es sein, „die zu befürchtenden Verluste möglichst schnell und fair abzufedern“, schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den voraussichtlich nächsten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dafür reichten die bestehenden Entschädigungsregelungen bei Weitem nicht aus.

„Bereits heute muss in den Bundesländern, die bereits eine 2G-Regelung für den Handel eingeführt haben, ein Umsatzverlust in den betroffenen Unternehmen von bis zu 35 Prozent festgestellt werden. Im Innenstadthandel sind die Kundenfrequenzen um fast 40 Prozent zurückgegangen“, klagte Sanktjohanser in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben. Die schweren Eingriffe in der umsatzstärksten Zeit des Jahres seien für viele Nicht-Lebensmittelhändler ohne Hilfen nicht zu verkraften.

RND/af mit dpa

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