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16 Kreditinstitute führen Strafzinsen ein – darunter Volksbanken und Sparkassen

  • Das Jahr 2020 hat erst begonnen – und schon haben mindestens 16 Institute nach Daten des Internetportals Verivox Negativzinsen für Geldanlagen von Privatkunden eingeführt oder bestehende Strafzinsen erhöht.
  • Das gilt vor allem für Volksbanken und Sparkassen.
  • Einen Überblick gibt es hier.
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Frankfurt/Main. „Die Wucht der Negativzinswelle hat in diesem Jahr noch einmal deutlich zugenommen“, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Maier wies darauf hin, dass die Einführung zunächst nur für Neukunden gelte. Wolle eine Bank von Bestandskunden Strafzinsen erheben, müsse sie ihr Vorhaben mit den Betroffenen individuell vereinbaren.

Verivox zufolge treffen die Negativzinsen in der Regel reiche Privatkunden

Nach Verivox-Daten, für die im Internet veröffentlichte Preisaushänge von 800 Banken und Sparkassen ausgewertet werden, verlangen aktuell 38 Institute Negativzinsen von Privatkunden – in der Regel für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto. Hinzu kämen sieben Finanzhäuser, bei denen das Tagesgeldkonto Gebühren koste. Dadurch entstünden faktisch Negativzinsen, auch wenn sie nicht als solche ausgewiesen seien.

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In der Regel trifft es reiche Privatkunden. Verivox zufolge verlangen derzeit allerdings fünf Institute für Tagesgeldeinlagen unter 100.000 Euro Negativzinsen. Zwei davon verzichteten komplett auf einen Freibetrag.

Müssen Bankkunden künftig häufiger mit Strafzinsen rechnen?

CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach geht davon aus, dass Bankkunden künftig noch mehr mit Strafzinsen konfrontiert sein werden. „Die Spirale wird sich weiterdrehen“, sagte Michelbach der „Passauer Neuen Presse“ am Samstag. Dadurch leide das Vertrauen der Menschen in die soziale Marktwirtschaft. „Die Leute sagen, es kann doch nicht sein, dass ich auf mein sauer verdientes Geld bei der Bank auch noch selbst Zinsen zahlen muss.“ Michelbach schlägt einen vom Staat aufgelegten Innovationsfonds mit einem Garantiezins von 2 Prozent als sichere Anlagealternative vor.

Banken und Sparkassen verlangen Negativzinsen: Das steckt dahinter

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Geschäftsbanken müssen mittlerweile 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Auch wenn es neuerdings Freibeträge für bestimmte Summen gibt, bleibt dies für die Branche eine Milliardenbelastung. Die Kosten geben immer mehr Geldhäuser inzwischen weiter und berechnen ihren Kunden Negativzinsen. Nach Angaben der Bundesbank gab es im vergangenen Jahr 1783 Banken und Sparkassen in Deutschland.

RND/dpa

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