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Prognose: Stimme pro Staat

Mehr zur US-Wahl 2020

US Wahl 2020: Trump vs. Biden

Bei der US-Wahl 2020 treten der designierte Demokrat Joe Biden und der amtierende, republikanische US-Präsident Donald Trump gegeneinander an. Es ist die 59. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und gleichzeitig die erste, dessen Wahlkampf durch eine weltweite Pandemie maßgeblich beeinflusst wird. Das Coronavirus hat die USA seit März besonders stark getroffen und seither wächst die Kritik an Trumps Krisenmanagement. So hat Trump lange Zeit auf das Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit verzichtet. Auch die Ereignisse der Black Lives Matter Bewegung überschatten den Wahlkampf. 

Wann findet die US Wahl 2020 statt?

Gemäß dem Presidential Election Day Act findet der Wahltag immer im November statt. Und zwar immer am Dienstag nach dem ersten Montag des Monats. In diesem Jahr fällt der Wahltag somit auf den folgenden Termin:

Dienstag, 3. November 2020

US-Wahl 2020: Die Kandidaten

Trump ist aktuell der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten. Er ist der 45. Präsident und gehört der Republikanischen Partei an. 2016 gewann er trotz geringer Beliebtheitswerte die US-Wahl gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton, verlor während seiner Amtszeit jedoch beinahe stetig an Zustimmung. Nach einem halben Jahr im Amt war Donald Trump bereits der unbeliebteste US-Präsident der Geschichte.


Joe Biden (Joseph Robinette „Joe“ Biden, Jr.) gab am 25. April 2019 an für seine Partei bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu kandidieren. Sehr bald galt Biden als Favorit unter den Demokraten, doch blieb in den ersten drei Abstimmungen im Februar 2020 jeweils ohne Sieg und damit hinter den Erwartungen. Schließlich siegte er jedoch bei der Primary in South Carolina am 29. Februar 2020. Mit 49 Prozent der Stimmen setzte er sich klar gegen Bernie Sanders durch, der nur 20 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte. 

US-Wahl: Wie funktioniert das Wahlsystem der USA?

Bei der US Wahl wird bestimmt, wer für die nächsten vier Jahre das Amt des US-Präsidenten ausüben wird. Eine Wiederwahl ist maximal einmal möglich. Doch das Wahlsystem der Vereinigten Staaten von Amerika ist komplex. Begriffe wie “Super Tuesday”, “Electoral College”, “Superdelegierte”, “Primary” und “Caucus” oder “Super Pacs” können bei Außenstehenden schnell dazu führen den Überblick zu verlieren. Alles was Sie zum US Wahlsystem wissen müssen, finden Sie in unserem Artikel zur US Wahl 2020


Eine Erklärung zu Begrifflichkeiten rund um die US Wahl finden Sie hier:

Was ist das Electoral College?

Beim Electoral College handelt es sich um die 538 Wahlmänner und -frauen, die in den Vereinigten Staaten das Organ für die Wahl des nächsten Präsidenten und Vizepräsidenten ist.


Was passiert am Election Day?

Der Election Day ist der Wahltag in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist gesetzlich auf den Dienstag nach dem ersten Montag des Monats festgelegt. Am Election Day wird allerdings nicht der nächste Präsident gewählt, sondern lediglich die Wahlmänner und -frauen des Electoral College. 


Was bedeuten “Primary” und “Caucus”?

Primary bedeutet nichts anderes als Vorwahl und beschreibt den parteiinternen Vorwahlprozess, bei dem innerhalb einer Partei Kandidaten für öffentliche Ämter aufgestellt werden. Auch der Begriff Caucus beschreibt einen parteiinternen Prozess um einen Kandidaten zu nominieren. 


Der Unterschied liegt in der Art und Weise wie die Vorwahl abgehalten wird. Die Primary findet geheim statt. Registrierte Wähler stimmen per Stimmzettel oder Wahlmaschine ab, für welchen Kandidaten die Delegierten des Bundesstaates stimmen sollen. Beim Caucus werden zunächst lokale Delegierte gewählt, die dann wiederum in mehreren nachfolgenden ihrerseits weitere Delegierte für den nationalen Parteitag ernennen. Zusätzlich gibt es keinen festgelegten Ablauf beim Caucus und es gibt Unterschiede je nach Bundesstaat, aber auch nach Partei Der genaue Ablauf des Caucus unterscheidet sich je nach Bundesstaat und Partei. 

Was ist der Super Tuesday?

Befasst man sich mit den US Wahlen, stolpert man immer wieder über den Super Tuesday. Auch dieser Begriff hat mit den Vorwahlen zu tun. Der Super Tuesday geht auf Dienstag, den 8. März 1988 zurück, als in den Südstaaten Texas, Florida, Tennessee, Louisiana, Oklahoma, Mississippi, Kentucky, Alabama und Georgia gleichzeitig Vorwahlen stattfanden. An diesem Dienstag finden gleichzeitig viele Vorwahlen (je nach Bundesstaat als „Primary“ oder „Caucus“) zur Nominierung der Kandidatur statt. Der Wahltag kann den weitere Werdegang eines Wahlkandidaten maßgeblich beeinflussen und schon früh über Erfolg und Misserfolg zum Weg bis zur Präsidentschaft entscheiden.