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Michael Rummenigge: Warum mittlerweile sogar ich ein Fan von Cristiano Ronaldo bin

  • Sportbuzzer-Kolumnist Michael Rummenigge blickt vor dem deutschen Duell mit Portugal auf Cristiano Ronaldo.
  • Er erklärt, was den Superstar auch im Alter von 36 Jahren noch so stark macht und warum auch er inzwischen den Hut vor „CR7“ zieht.
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Ich muss gestehen: Ich war nie ein großer Fan von Cristiano Ronaldo. Auch wenn sein fußballerisches Können natürlich immer außer Frage stand, gab es für mich bei ihm zu viel Show. Ich gehörte also stets zum „Lionel-Messi-Lager“. Der Argentinier ließ die Füße für sich sprechen und wirkte nie so, als seien ihm Social-Media-Likes ähnlich wichtig wie Tore. Inzwischen bin aber auch ich ein wenig Ronaldo-Fan. Warum? Ich finde es schlicht beeindruckend, was er mit seinen 36 Jahren noch leistet. Er ist der Erste und der Letzte auf dem Trainingsplatz und achtet penibel auf Ernährung und Schlaf – so etwas nötigt einfach Respekt ab.

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Michael Rummenigge tippt das EM-Achtelfinale: Deutschland weiter – ein Top-Team scheidet aus
7:31 min
Vor dem Start der K.o.-Runde bei der EM tippt RND-Experte Michael Rummenigge die Achtelfinal-Spiele. Wem er dabei eine Überraschung zutraut, verrät er im Video.  © RND

Am Samstag drücke ich ihm und seinen Portugiesen aber selbstverständlich nicht die Daumen. Da gilt all meine Sympathie der deutschen Mannschaft. Das Team hat es trotz der Niederlage gegen Frankreich beim EM-Auftakt nicht schlecht gemacht. Im zweiten Spiel in München muss jetzt aber ein Sieg her, wenn man nicht um den Achtelfinaleinzug zittern will. Ich traue das der DFB-Auswahl zu, weiß aber auch, dass ein ganz dicker Brocken wartet. Meiner Meinung nach ist Portugal noch stärker als beim Titelgewinn 2016.

Sie haben viele tolle Spieler – und eben Ronaldo. Schon beim 3:0 gegen Ungarn hat man gesehen, dass er noch immer der unumstrittene Anführer dieses Teams und ein eiskalter Vollstrecker ist. Solch ein Spieler fehlt Deutschland leider. Kann Ronaldo auch am Samstag der entscheidende Faktor sein? Ja. Muss die Mannschaft von Joachim Löw deshalb mit Angst in die Partie gehen? Nein. Ich denke, dass unsere Abwehr es mit Ronaldo einfacher haben wird als zum Start mit Kylian Mbappé. Auch Ronaldo verfügte einst über einen derart atemberaubenden Antritt wie der Franzose, in seinem Alter ist ihm dieser inzwischen aber verloren gegangen.

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Mit der richtigen Herangehensweise ist Ronaldo also zu kontrollieren. Ich erwarte am Samstag ein Duell auf Augenhöhe, das für Deutschland vielleicht sogar entscheidend für den Ausgang des Turniers sein kann. Man sollte auf keinen Fall auf ein Unentschieden aus sein und denken, dass man es dann gegen die Ungarn im dritten Spiel schon richten wird.

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