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Michael Rummenigge: Das ist meine Topelf der EM-Gruppenphase

  • Sportbuzzer-Kolumnist Michael Rummenigge blickt auf die EM-Vorrunde zurück und nominiert seine Topelf der Gruppenphase.
  • Einen seiner auserwählten Kicker würde er gern bei Borussia Dortmund sehen.
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Die Gruppenphase ist gespielt, das Achtelfinale wirft seine Schatten voraus. Ich freue mich auf die K.-o.-Runde und hoffe, dass wir auch weiterhin tolle Spiele mit großartigen Protagonisten sehen werden. Denn davon gab es bei dieser Europa­meister­schaft schon einige. Grund genug, das bisherige Turnier noch einmal kurz Revue passieren zu lassen und die Topelf der Vorrunde zu nominieren. Eine schlechte Nachricht vorweg: Ein deutscher Spieler hat es nicht in meine Mannschaft geschafft. Einzig über Kai Havertz habe ich kurz nachgedacht, diese Überlegungen dann aber wieder verworfen. Auch unser Toptalent muss seine genaue Rolle im System von Joachim Löw noch finden.

Die Topelf der EM-Gruppenphase: kein DFB-Spieler dabei

Tor: Gianluigi Donnarumma (Italien) Drei Spiele, null Gegentore – Donnarumma ist für mich eindeutig der bisher beste Torhüter des Turniers. Mit seinen 22 Jahren ist er schon jetzt der legitime Nachfolger von Dino Zoff und Gianluigi Buffon.

Rechtsverteidiger: Denzel Dumfries (Niederlande) Für mich eine Entdeckung dieser Europameisterschaft. Dumfries hat einen unglaublichen Vorwärtsdrang und ist torgefährlich. Nach dem Turnier wird er mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr bei der PSV Eindhoven spielen. Ich könnte ihn mir gut bei Borussia Dortmund vorstellen.

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Innenverteidiger: Simon Kjaer (Dänemark) Ginge man allein nach der sportlichen Leistung, gibt es vielleicht Abwehr­spieler, die bislang stärker waren – aber: Wie sich Kjaer nach dem Kollaps seines Teamkollegen Christian Eriksen verhalten hat, war sehr beeindruckend. Er ist ein echter Anführer und ein toller Kapitän.

Innenverteidiger: John Stones (England) Stones ist ein sehr guter Spieler, an dem auch die deutsche Offensive im Achtelfinale am Dienstag ihre „Freude“ haben wird. Er ist sehr robust, erfahren und damit auch ein Grund dafür, warum England noch kein EM-Gegentor kassiert hat.

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Linksverteidiger: David Alaba (Österreich) Er hat das Turnier in der Abwehrzentrale begonnen und ist erst im entscheidenden Spiel gegen die Ukraine nach außen gerückt. Diese 90 Minuten haben für mich gereicht, Alaba als Linksverteidiger in die Topelf zu berufen. Nur ein Wort: Weltklasse!

Mittelfeld: Georginio Wijnaldum (Niederlande) Ein toller Spieler! Warum der FC Liverpool solch einen Mann ablösefrei an Paris St. Germain abgibt, ist mir ein Rätsel. Er ist torgefährlich und bestimmt den Rhythmus des niederländischen Spiels.

Von Kanté und Mbappé bis zu Ronaldo

Mittelfeld: N’Golo Kanté (Frankreich) Auch Kanté schwingt den Taktstock aus der Mittelfeldzentrale heraus – und wie. Er ist das Bindeglied zwischen der Defensive und den Granaten im französischen Angriff. Dabei macht er fast nie Fehler. Ein Spieler, wie ihn sich jeder Trainer wünscht.

Mittelfeld: Luka Modric (Kroatien) Sein Außenristtor gegen Schottland war für mich einer der bisherigen EM-Höhe­punkte. Auch mit 35 Jahren ist er immer noch das Symbol der kroatischen Mannschaft und deren unumstrittener Anführer.

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Angriff: Kylian Mbappé (Frankreich) Mancher mag jetzt die Nase rümpfen, schließlich ist Mbappé bei dieser EM noch ohne Tor. Ich sage: Na und? Wer solch einen Spieler nicht in seine Mannschaft beruft, hat den Fußball nicht verstanden.

Angriff: Karim Benzema (Frankreich) Seine Rückkehr war das i-Tüpfelchen für die französische Mannschaft. Benzema ist für mich der derzeit beste Mittelstürmer der Welt.

Angriff: Cristiano Ronaldo (Portugal) Fünf Tore in drei Spielen – Ronaldo kann es einfach immer noch. Er ist für mich der Inbegriff eines Spielers, der es geschafft hat, seinen Spielstil dem Alter anzupassen. Einfach großartig.

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