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Omikron-Hotspot: Wird Dänemark zum Virusvariantengebiet erklärt?

Dänemark könnte von der Bundesregierung zum Virusvariantengebiet erklärt werden.

Dänemark könnte von der Bundesregierung zum Virusvariantengebiet erklärt werden.

Die Lage in Dänemark war noch im Herbst entspannt: Die Impfquote war hoch, seit dem Spätsommer galten für längere Zeit keine Corona-Beschränkungen mehr. Nicht zuletzt dieser Faktor machte das Nachbarland im Herbst zu einem beliebten Reiseziel von Deutschen. Doch nun wurde Dänemark neben Großbritannien zum ersten Omikron-Hotspot Europas. Die Zahl der Ansteckungen hat sich dort alle drei bis vier Tage verdoppelt – noch schneller als Anfang Dezember befürchtet. In dem Nachbarland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 1202,6 (Stand: 22. Dezember). Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Wert aktuell 289,0.

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Dänemark aus deutscher Sicht Hochrisikogebiet

Österreich hat darauf nun reagiert und erklärt Dänemark – neben Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark – zum Virusvariantengebiet, wie der „Standard“ berichtet. Deutschland hat das Land im Norden bislang „nur“ als Hochrisikogebiet eingestuft, daher gilt eine Reisewarnung und eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind.

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Sollte Dänemark von der deutschen Bundesregierung zum Virusvariantengebiet erklärt werden, hätte das weitreichende Folgen für die Einreise nach Deutschland. Diese würden auch Weihnachtsurlauberinnen und -urlauber, die zu Weihnachten oder Silvester ein paar Tage in einem dänischen Ferienhaus verbringen wollen, hart treffen. Denn wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Für vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder gelten keine Ausnahmen. Außerdem müssen alle Rückkehrenden eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen und einen negativen Corona-Test vorweisen. Ein Antigen-Test darf dabei höchstens 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test maximal 72 Stunden.

Das Auswärtige Amt äußerte sich auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland allerdings nicht zu einer möglichen Hochstufung und verwies auf die öffentliche Bekanntgabe der neuen Hochrisiko- und Virusvariantengebiete durch das Robert Koch-Institut (RKI), die üblicherweise am Freitag stattfindet. Der Expertenrat komme aber auch abseits dieses Termins zusammen, sodass auch kurzfristige Entscheidungen möglich seien.

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Dänemark setzt auf schärfere Corona-Maßnahmen

Die Infektionszahlen schnellen in Dänemark bereits seit Ende Oktober wieder in die Höhe. Am 12. November wurden daher nach zwei Monaten ohne jegliche Beschränkungen wieder vereinzelte Corona-Maßnahmen eingeführt. So müssen unter anderem bei größeren Konzerten und Messen sowie im Restaurant, in der Kneipe und in Clubs wieder Corona-Pässe vorgezeigt werden, mit denen ein Test, eine vollständige Impfung oder eine Genesung (3G-Regel) nachgewiesen werden kann.

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Trotz dieser Maßnahmen könnte dem skandinavischen Land nun eine Einstufung als Virusvariantengebiet drohen. Zurzeit stuft die Bundesregierung aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante neun Länder als Virusvariantengebiete ein. Dazu zählen neben dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland auch die afrikanischen Länder Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika.

Rasante Omikron-Ausbreitung auch in Norwegen und Großbritannien

Auch in Norwegen greift die Omikron-Variante bereits um sich. Dem nationalen Gesundheitsinstituts FHI zufolge könnte Omikron schon in kurzer Zeit im Land dominieren und bereits im Dezember eine Welle mit vielen Erkrankten und Krankenhauseinlieferungen sowie einer bedeutenden Belastung von Gesundheitswesen und Gesellschaft verursachen.

Um die Ausbreitung zu verlangsamen, hat die norwegische Regierung die Corona-Maßnahmen kürzlich noch einmal deutlich verschärft. Unter anderem gibt es einen vierwöchigen landesweiten Stopp beim Ausschank von Alkohol. Außerdem gibt es strengere Regeln für öffentliche Veranstaltungen, im Kulturleben und für organisierte Freizeitaktivitäten.

Auch in Großbritannien breitet sich Omikron aus. Neben Deutschland und Österreich hat auch Frankreich darauf nun reagiert und schränkt den Reiseverkehr stark ein. Die Ein- aus sowie die Ausreise nach Großbritannien nur noch aus zwingenden übergeordneten Gründen möglich.

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Experte: Omikron bald in Europa vorherrschend

Allerdings dürfte Omikron andere Virusvarianten wie Delta nach Einschätzung eines renommierten Experten schon in Kürze europaweit verdrängt haben. „Im Moment ist Omikron in Europa noch selten“, so Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel (Schweiz). „Aber wenn die Entwicklung so weitergeht, wird Omikron in etwa zwei bis vier Wochen in Europa vorherrschend sein.“

RND/jaf/gei

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