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Wegen Corona: Familienvater sitzt seit Monaten auf Südseeinsel fest

  • Ein Brite sitzt seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf der Südseeinsel Upolu fest.
  • Was wie ein langer Urlaub im Paradies klingt, wird für den Familienvater ein Albtraum.
  • Er bangt um seinen Job – und wird wohl bis Weihnachten Frau und Sohn nicht sehen können.
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Traumhaft weiße Strände, an denen Palmen Schatten spenden und die Wellen des kristallklaren Meerwassers zum Baden locken – die Südseeinsel Upolu kommt einem Urlaubsparadies gleich. Aber: Für den Briten Rob Small wird der Aufenthalt dort immer mehr zum Albtraum. Der Familienvater sitzt auf dem etwa 1125 Quadratkilometer großen Eiland in Samoa seit Ausbruch der Corona-Pandemie fest, er hat keine Chance abzureisen. Denn Samoa hat seine Grenzen zu Beginn der Pandemie geschlossen und alle Flüge eingestellt.

15.000 Kilometer lebt Small nun von seiner Familie getrennt, und das seit fünf Monaten. Zwar telefoniere er täglich mit seiner Frau und seinem vierjährigen Sohn per Skype, doch das ist ihm nicht genug. “Seit ich mitten im Südpazifik feststecke, ist mir klar geworden, was das Paradies eigentlich ist. Es ist das Glücksgefühl, wenn man bei seiner Familie und engen Freunde zusammen sein kann – Skype und Zoom zählen da leider nicht”, sagte der 41-Jährige der britischen Zeitung „Metro“.

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Brite sitzt wohl noch bis Weihnachten auf der Südseeinsel Upolu fest

Eigentlich ist Small auf Upolu als Tauchlehrer tätig, hat dort sein eigenes Tauch- und Wassersportzentrum eröffnet. So lebe er normalerweise im Wechsel zwei Monate auf der Insel und zwei Monate in London.

Doch nun hat er Upolu seit Februar nicht verlassen. Und: “Alles scheint darauf hinzudeuten, dass die Grenzen hier in Samoa bis zum nächsten Jahr geschlossen bleiben”, so der Familienvater. Dennoch hoffe er, dass Soma bis Weihnachten wieder für den internationalen Tourismus öffne, damit er zu seiner Familie reisen kann.

Die Reise dürfte eine Tortur werden: Denn Small müsste wegen der Reisebeschränkungen erst mit dem Flugzeug nach Sydney oder Auckland reisen und dann erst nach Singapur fliegen, bevor er nach Großbritannien weiter reisen könne.

Und selbst wenn ihm die Ausreise gelingen würde, sei nicht klar, was aus seinem Job auf Upolu werden würde: “Ich kann nicht einfach mein Haus, mein Geschäft und meine Hunde verlassen und hoffen, dass sie alle noch hier sind, wenn ich zurückkomme”, so der Brite. Das Tauchzentrum sei wegen des Tourismus-Lockdowns bereits seit April geschlossen und es sei nicht absehbar, ob und wann er es wieder öffnen könne.

RND/bv


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