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Feuer an der Atlantikküste

Waldbrand in Südfrankreich: Mehrere Campingplätze evakuiert

Ein Löschflugzeug bekämpft einen Brand in Frankreich. In Südfrankreich mussten Tausende Camperinnen und Camper evakuiert werden.

Ein Löschflugzeug bekämpft einen Brand in Frankreich. In Südfrankreich mussten Tausende Camperinnen und Camper evakuiert werden.

Bordeaux. Bei den Waldbränden an der französischen Atlantikküste und anderen Teilen des Départements Gironde haben Einsatzkräfte Tausende Menschen vor den sich ausbreitenden Flammen in Sicherheit gebracht.

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Brände bei Teste-de-Buch und Arcachon

Am Mittwoch wurden bei Teste-de-Buch südlich der Großstadt Bordeaux fünf Campingplätze sicherheitshalber geräumt. Am Freitag (15. Juli) hat das Feuer im Bezirk Arcachon den Cazaux-See erreicht und sich von dort aus in südliche Richtung ausgebreitet. Inzwischen brennt es auf 3400 Hektar.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (17. Juli) bedrohten die Flammen erneut die Campingplätze der Dune du Pilat. Es kam zu zahlreichen neuen Feuerausbrüchen, die sich angefacht von starken Windböen schnell ausbreiteten. Die Straße D218 ist zwischen dem Kreisverkehr von Pilat und dem Strand von Biscarosse gesperrt, die berühmte Dune du Pilat ebenso. Mehr als 14.000 Menschen mussten mittlerweile ihre Häuser und Wohnungen oder Campingplätze verlassen.

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Reisende, die ebenfalls dort oder in der Nähe in den kommenden Tagen campen wollen, wissen nun nicht wie es um ihren Urlaub steht. „Wir haben dort in 10 Tagen eine Unterkunft auf einem Campingplatz gebucht. Direkt an der Dune Pilât. Ist auch alles schon bezahlt, keine Ahnung was wir jetzt machen. Bekomme da auch keine Antwort“, schreibt eine Twitter-Userin. Eine andere erzählt, dass sie selbst vor den Flammen fliehen musste: „Ich könnte heulen“, schreibt sie.

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Was Reisende bei Waldbränden am Urlaubsort tun können

Was können Reisende in solch einer Situation tun? Waldbrände zählen als höhere Gewalt, weshalb Reisende bei einer konkreten Beeinträchtigung ihre Reise oftmals kostenlos stornieren können. Reiserechtsanwalt Paul Degott sagt auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND): „Bei einer Pauschalreise muss der Veranstalter dann den Preis zurückzahlen.“ Im Fall der Waldbrände allerdings nur, wenn diese tatsächlich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Urlaubsort auftreten.

Bei Individualreisen sieht die Rechtslage anders aus. Wer über einen Anbieter in Deutschland gebucht hat, für den oder die gelten ähnliche Kündigungsbedingung. Die Ansprüche für Erstattung oder Minderung betreffen aber nur den Mietpreis. Das Risiko für An- und Abreise tragen allerdings ohnehin Reisende selbst, erklärt der Experte.

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Wenn eine Reise plötzlich vor Ort durch einen Waldbrand beeinträchtigt ist, können Reisende bei einem Veranstalter vorzeitig kündigen. Die Mehrkosten für die verfrühte Rückreise würden dann zwischen Reisendem und Veranstalter geteilt, so Degott. Es bestünden außerdem Minderungsansprüche. Bei Individualreisende greifen die Vertragsbedingungen der gebuchten Unterkunft und die Gesetze des jeweiligen Landes. Dabei gilt meist: Steht eine Unterkunft zur Verfügung, ist eine gebührenfreie Stornierung nicht möglich.

1200 Hektar Landfläche durch Feuer in Südfrankreich zerstört

Den Bränden in Südfrankreich fielen mittlerweile mehr als 10.500 Hektar Landfläche zum Opfer. Sie werden durch anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen begünstigt. Die hohe Hitzewarnstufe Orange ist ausgerufen.

Nach Angaben der Präfektur kämpften mehr als 600 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Auch Einsatzkräfte aus anderen Landesteilen wurden zur Unterstützung erwartet.

RND/dpa/jaf

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