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Waldbrände in Griechenland, der Türkei und Italien: Ist mein Urlaubsziel betroffen?

Feuer in Kamatriades im Norden der griechischen Insel Euböa (Evia). Feuerwehrleute und Einwohner im Norden der griechischen Insel Evia kämpfen gegen ein Wiederaufleben des Feuers, nachdem sie versucht haben, die Fronten auf der Nordostseite der Insel zu begrenzen.

Feuer in Kamatriades im Norden der griechischen Insel Euböa (Evia). Feuerwehrleute und Einwohner im Norden der griechischen Insel Evia kämpfen gegen ein Wiederaufleben des Feuers, nachdem sie versucht haben, die Fronten auf der Nordostseite der Insel zu begrenzen.

Der diesjährige Sommerurlaub wird für Reisende immer mehr zum Hindernislauf: Neben den seit Wochen vielerorts steigenden Corona-Infektionszahlen sorgen nun noch heftige Waldbrände in Teilen Europas bei vielen Urlaubern und Urlauberinnen für Verunsicherung.

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Karte zeigt Waldbrände in Europa

Die beliebten Reiseländer Griechenland, die Türkei und Italien sind von den Bränden am schlimmsten betroffen. Wer zeitnah einen Urlaub in Südeuropa plant, kann auf einer Karte von Google nachsehen, ob die Region von Feuern betroffen ist (Stand 9. August):

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Wo es in Griechenland brennt

In Griechenland wüten die Brände weiter. Besonders erschreckend sind die Bilder von Euböa: Der Norden der Insel wird von heftigen Feuern zerstört. Ortschaften dort werden evakuiert und brennen teils komplett ab. Touristische Unterkünfte sind derzeit jedoch kaum betroffen. Mehrere Campingplätze auf Euböa wurden frühzeitig evakuiert, Feuer auf Kreta und Rhodos schnell unter Kontrolle gebracht. Die Brandgefahr in vielen Teilen Griechenlands ist jedoch weiterhin sehr hoch, nach Angaben des Zivilschutzes am Dienstag besonders an folgenden Orten:

  • Ilia
  • Achaia
  • Kreta
  • Dodekanes
  • Samos
  • Ikaria
  • Zakynthos
  • Kefalonia
  • Ithaka
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Wo es in Italien brennt

In dem beliebten Urlaubsland Italien sind vor allem Kalabrien und Sizilien von den Waldbränden betroffen. Die Flammen loderten an Ständen, Ferienorten, in Wäldern und um Wohngebiete.

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An der Adriaküste spitzte sich die Lage zuletzt zu: Im Touristenort Campomarino mussten am Sonntag mehr als 400 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Die Behörden evakuierten Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Lido am Meer.

Sizilien hat für ein halbes Jahr den Notstand ausgerufen: Dort sorgen Feuer vor allem im Parco delle Madonie östlich der sizilianischen Hauptstadt Palermo sowie im Osten der Insel rund um die Stadt Catania für Zerstörung.

Italiens Brandgebieten droht Hitzewelle von bis zu 45 Grad

In Italien erhält der Katastrophenschutz weiter zahlreiche Anfragen aus den italienischen Regionen für Luftunterstützung im Kampf gegen die Waldbrände.

Extreme Hitze in Italien erwartet

Die Zivilschutzbehörde betonte erneut, dass ein Großteil der Brände durch unvorsichtiges Verhalten oder mutwillig ausgelöst würden. Ein Kommandant der Carabinieri-Einheit für den Waldschutz sagte der Nachrichtenagentur Ansa am Montag, dass derzeit 70 Feuer in Italien wüteten, vor allem in Apulien, Sizilien und Kalabrien. Entwarnung für Italien ist nicht in Sicht: Für Dienstag und Mittwoch gelte wegen der extremen Hitze höchste Alarmbereitschaft. Auf Sizilien und Sardinien rechnete der Katastrophenschutz mit teils bis zu 45 Grad Celsius.

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Wo es in der Türkei brennt

In der Türkei hat sich die Lage inzwischen etwas entspannt. Im Südwesten jedoch sind offiziellen Angaben zufolge noch drei Brände nicht unter Kontrolle. Besonders betroffen von den Feuern waren die Regionen Antalya und Mugla, dort haben die Brände große Zerstörung hinterlassen. Ganze Dörfer wurden in Asche gelegt. Hunderte Menschen mussten laut der türkischen Gesundheitsministerin Fahrettin Koca im Krankenhaus behandelt werden. Acht Menschen sind im Zusammenhang mit den Waldbränden ums Leben gekommen – einer in Marmaris, sieben kamen in dem bei Touristen und Touristinnen beliebten Badeort Antalya ums Leben.

Stornierung des Urlaubs bei Waldbränden

Wer seinen Urlaub in einer der betroffenen Regionen aufgrund der Waldbrände nicht antreten möchte und eine Pauschalreise gebucht hat, kann die Reise aufgrund außergewöhnlicher Umstände kostenlos stornieren. „Bei einer Pauschalreise muss der Veranstalter dann den Preis zurückzahlen”, so Reiserechtsanwalt Paul Degott gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Allerdings erstatten Reiseveranstalter ihren Kunden im Fall von Waldbränden nur dann sämtliche Kosten, wenn das Feuer in unmittelbarer Nähe zum Urlaubsort aufgetreten ist und es konkrete Beeinträchtigungen gibt. Darunter fällt beispielsweise Ascheregen oder die Evakuierung des Urlaubsortes, informiert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Wessen Urlaubsort zwar in einem betroffenen Land, aber weit weg von den Bränden liegt, kann von dem Recht nicht Gebrauch machen. „Die reine Angst vor Waldbränden rechtfertigt noch keinen kostenlosen Rücktritt”, so der Reiserechtsanwalt. Pauschalreisende sollten immer schriftlich von der Reise zurücktreten. Die Verbraucherzentrale stellt dazu beispielsweise jeweils Musterbriefe zur Verfügung.

Regeln für Individualreisende

Anders sieht die Rechtslage aus, wenn Reisende Flug und Unterkunft getrennt voneinander gebucht haben. In diesem Fall müssen die Betroffenen die jeweiligen AGB der Anbieterinnen und Anbieter heranziehen und selbst herausfinden, inwiefern Stornierungen möglich sind. Das Risiko für An- und Abreise sowie die Kosten für den Flug tragen Individualreisende in diesem Fall allein.

RND/jaf/gei/dpa

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