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Trotz strenger Auflagen: Venedig plant rollstuhlgerechte Route zu Sehenswürdigkeiten

  • Die italienische Stadt Venedig will ihre Sehenswürdigkeiten für alle zugänglich machen.
  • Dazu ist eine barrierefreie Route vom Haupteingang der Stadt bis zum Markusplatz geplant.
  • Der Plan soll innerhalb weniger Monate umgesetzt werden.
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Venedig. Die italienische Lagunenstadt Venedig ist ein Besuchermagnet und ein beliebtes Fotomotiv. Tausende Touristinnen und Touristen lassen sich täglich auf einer der vielen Brücken, bei einer Gondelfahrt oder in einer der hübschen Kopfsteinpflasterstraßen ablichten. Doch was für die einen ein wahr gewordener Instagram-Traum ist, ist für die anderen nur schwer oder gar nicht zu erreichen.

Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen können sich in Venedig kaum fortbewegen. Es gibt nur wenige stufenfreie Areale in der Stadt und der Wasserbus, mit dem sich Urlauberinnen und Urlauber mit Rollstuhl einigermaßen komfortabel fortbewegen können, fährt nur wenige Strecken ab.

Barrierefreier Weg bis zum Markusplatz geplant

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Laut „CNN Travel“ soll sich das bald ändern. Dem Bericht zufolge haben die venezianischen Behörden versprochen, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt für alle Menschen zugänglich zu machen. Ermöglichen soll das hauptsächlich eine rollstuhlgerechte Route vom Haupteingang der Stadt zum berühmten Markusplatz.

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Zum Auftakt des Projekts hat die Gemeinde den Bau von sechs Rampen an stark frequentierten Stadtteilen angekündigt: vier auf der Strecke zum Markusplatz und zwei an anderen wichtigen Punkten für Anwohnerinnen und Anwohner. Dieser erste Schritt soll nach Angaben von „CNN Travel“ 900.000 Euro kosten.

Auch blinde Menschen können die Route nutzen

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Die neue Route ist aber nicht nur für Rollstuhlfahrer gedacht. „Wir haben den Plan so erweitert, dass den Weg jeder ohne Probleme nutzen kann. Auch Blinde. Das war im ursprünglichen Plan nicht vorgesehen“, so Stadträtin Francesca Zaccariotto gegenüber dem Sender.

Zwar seien Baumaßnahmen in Venedig mit einigen Hürden verbunden, da strenge Regeln für die Änderung des kulturellen Erbes gelten. Ziel sei es jedoch, „ein Beispiel für Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitätsproblemen“ zu werden, so Zaccariotto weiter.

Projekt soll in wenigen Monaten abgeschlossen sein

Die Pläne für das neue Projekt müssen noch verabschiedet und anschließend ausgeschrieben werden. Dies soll aber relativ zügig geschehen: Die Idee ist es, das Projekt innerhalb weniger Monate abzuschließen.

RND/jaf

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