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No-Sail-Verbot aufgehoben: US-Kreuzfahrten unter strengen Auflagen wieder möglich

Ein Schiff von Princess Cruises. Die Reederei hat alle Kreuzfahrten bis 2021 in den USA abgesagt.

Seit dem 14. März waren Kreuzfahrten von US-Häfen aus aufgrund der Corona-Pandemie verboten, nun soll es bald langsam wieder losgehen. Denn die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat ihre strikte No Sail Order mit dem 31. Oktober auslaufen lassen und stattdessen ein Regelwerk für eine schrittweise Rückkehr zum Betrieb vorgestellt.

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Damit die Kreuzfahrtschiffe US-Häfen wieder anlaufen dürfen, gibt es eine 40-seitige Liste mit Vorgaben, die Reedereien zunächst erfüllen müssen. So müssen sie zunächst im mehreren Stufen unter Beweis stellen, dass sie ihre Infektionsschutz- und Sicherheitskonzepte umsetzen können. Dafür sind unter anderem Testkreuzfahrten ohne Passagiere notwendig, berichtet „Cruisetricks“. Außerdem sind die Kreuzfahrten von US-Häfen aus auf maximal sieben Nächte begrenzt, und alle Passagiere müssen einmal vor der Einschiffung und nach der Ausschiffung auf das Coronavirus getestet werden. Für die Besatzung gilt eine wöchentliche Testpflicht.

Die meisten US-Reedereien sagen Reisen für 2020 ab

Auf ein rasches Comeback der kriselnden Branche deutet derzeit aber wenig hin. Alle wesentlichen US-Reedereien haben alle Reisen bis Ende 2020 angesichts neuer Corona-Eskalationen in Teilen der USA abgesagt. Darunter: Royal Caribbean International, Carnival Cruise Line, Holland America Line und Princess Cruises. Aufgrund dessen ist das Timing der CDC-Maßnahme auch eher etwas überraschend. Laut US-Medienberichten hätte Direktor Robert Redfield das Verbot eigentlich sogar gern bis Februar 2021 verlängert, der Industrie soll es aber gelungen sein, mit verstärkter Lobbyarbeit eine von Vizepräsident Mike Pence geleitete Task Force der US-Regierung auf ihre Seite zu ziehen.

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Kanada verbietet hingegen Kreuzfahrtschiffe bis März 2021. Die Regierung hatte das Kreuzfahrtverbot am 19. März erlassen und Ende Mai zunächst bis zum 31. Oktober verlängert. Nun gilt der Bann für Kreuzfahrten in kanadischen Gewässern mindestens bis 28. Februar.

RND/bv/dpa

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