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Mietwagen für den Urlaub werden 2022 noch teurer

Büros verschiedener Autovermieter stehen am Flughafen von Palma de Mallorca. Mietwagen werden dieses Jahr erneut deutlich teurer.

Bis zu 150 Prozent mehr zahlten Reisende an beliebten Urlaubszielen im vergangenen Jahr für ihren Mietwagen. Und in diesem Jahr sieht es nicht besser aus – da sind sich Mietwagenanbieter und Vergleichsportale einig. „Wir sehen auch 2022 ein robustes Preisumfeld, wobei wir davon ausgehen, dass das Preisniveau gegebenenfalls noch steigen wird“, sagte Konstantin Sixt am Mittwoch bei der Vorstellung der Konzernbilanz. Er leitet das gleichnamige Autovermietungsunternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Alexander.

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Frieder Bechtel, Sprecher des Vergleichsportals billiger-mietwagen.de, äußert sich sogar noch deutlicher: „Vor allem an beliebten Zielen erwarten wir auch 2022 nochmal deutliche Preissteigerungen“, prognostiziert Frieder Bechtel, Sprecher

Auf Mallorca lägen die Preise für den Sommer bereits jetzt 19 Prozent über denen von 2021 – und sogar 167 Prozent über denen von 2019. Der durchschnittliche Mietwagenpreis pro Tag betrage derzeit in der Hauptreisezeit zwischen Mitte Juni und Mitte September 61,42 Euro. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 51,58 Euro, 2019 noch 23,03 Euro.

Mittelmeerinseln besonders teuer

Auch auf Mittelmeerinseln wie Sardinien, Sizilien und Korsika werde es teuer, so Bechtel. Spitzenreiter in puncto landesweiter Durchschnittspreis ist die Schweiz mit 57 Euro, gefolgt von den Niederlanden und Österreich mit jeweils 50 Euro pro Mietwagentag.

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Nicht nur im Sommer, auch in den Oster- und Pfingstferien liegen die Tarife derzeit im Schnitt deutlich über den Werten der Vorjahre, wie eine Auswertung des Vergleichsportals „Check24“ für die Deutsche Presse-Agentur ergab. Im Schnitt ergab sich bei den Pfingstferien ein Anstieg zum Vorjahr von 30,6 Prozent, zum Vorkrisenniveau sind es 72,7 Prozent. Für die Osterferien errechnete „Check24“ einen Preisanstieg von 15,9 Prozent zum Vorjahr und 56 Prozent zum Vorkrisenjahr 2019.

Warum sind Mietwagen so teuer?

Die Gründe für die Preissteigerungen liegen im Aufeinandertreffen der erhöhten Nachfrage auf ein weiterhin reduziertes Angebot. „Die Autoindustrie liefert weiterhin weniger Wagen aus, und von diesen geht nur ein kleiner Teil in die Mietwagenflotte“, erklärt Bechtel. Für das Jahr 2022 seien 580.000 neue Mietwagen in der EU verteilt worden, 2019 seien es noch 1,3 Millionen gewesen.

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Vor der Pandemie sei jedes zehnte Auto zu einem Mietwagen geworden, jetzt seien es nur noch 6 Prozent, also jedes 17. „Es ist viel lukrativer für die Hersteller, ein Auto direkt in den Verkauf zu geben. Ein Mietwagen muss immer zweimal verkauft werden – das erste Mal an die Mietwagenanbieter, das zweite Mal als junger Gebrauchtwagen an einen Kunden.“ Bechtel geht davon aus, dass der Bestand noch bis zum Jahr 2024 etwa 10 bis 20 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegen werde.

Regionale Unterschiede

Trotz der europaweiten Preissteigerungen können Reisende regional sparen. „Malaga statt Mallorca spart bares Geld“, so Bechtel. Auch in Griechenland liegen die Preise derzeit noch gut 18 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. In Bulgarien ist ein Mietwagen im Durchschnitt für 24 Euro pro Tag zu erhalten. Nur unwesentlich mehr ist es in Portugal mit 26 Euro oder Ungarn mit 29 Euro.

Sparen bei der Mietwagenbuchung

Bechtel rät außerdem zum frühen Buchen. „Last-Minute-Schnäppchen bei Mietwagen sind in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sehr unwahrscheinlich.“ Bei der Internetbuchung sollten Kundinnen und Kunden außerdem an gewünschte Extras denken: Wie soll er versichert sein? Soll ein weiterer Fahrer eingetragen werden? Dies bei der Onlinebuchung vorzuwählen sei viel günstiger als Upgrades bei der Abholung am Schalter.

Außerdem sollten Reisende bei der Abholung des Wagens genau darauf achten, ob die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter am Schalter Doppelversicherungen oder Extras anbietet, die schon im Voraus gebucht wurden. Dann gelte es, selbstbewusst abzulehnen.

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RND/gei

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