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Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für auswärtige Urlauber – Nachfrage noch gering

  • Nach monatelanger Pause scharrt die Tourismusbranche mit den Hufen.
  • Am Freitag geht es endlich los, Übernachtungsgäste aus Deutschland dürfen anreisen.
  • Die große Reisewelle bleibt aber vorerst noch aus.
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Rostock/München. In Mecklenburg-Vorpommern können von Freitag an wieder auswärtige Touristen Urlaub machen. Voraussetzung dafür ist zu Beginn die Vorlage eines aktuellen Corona-Negativtests. Urlauber, die in einer Ferienwohnung unterkommen sowie keine Restaurants oder Museen besuchen, brauchen keinen weiteren Test. Alle anderen müssen sich spätestens alle 72 Stunden neu testen lassen. Dabei sind auch begleitete Selbsttests erlaubt, die manche Hotels anbieten.

Seit dem 28. Mai dürfen Touristen aus dem eigenen Bundesland bereits wieder in Mecklenburg-Vorpommern übernachten. Der Neustart für auswärtige Gäste war ursprünglich für den 14. Juni geplant, wurde aber aufgrund der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen vorgezogen. Das nordöstliche Bundesland wies am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mit 14,1 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf.

Nicht alle Hotels an der Ostsee öffnen schon

Die Tourismusmanager in Mecklenburg-Vorpommern sind sich einig: Alle Vorbereitungen sind getroffen, die Urlaubsgäste können kommen. Allerdings sei die Nachfrage noch vergleichsweise gering, sagte Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder. Noch hätten auch nicht alle Hotels geöffnet. Sie geht davon aus, dass nur rund 70 Prozent der Häuser an der Ostseeküste zwischen Boltenhagen und Graal-Müritz Gäste empfangen werden.

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Dies liege an der viel zu kurzfristigen Ankündigung der Landesregierung – die Häuser hätten keine Chance gehabt, sich ausreichend vorzubereiten. Zudem hätten die Hoteliers potenziellen Gästen erst kurz zuvor absagen müssen, weil die Landesregierung mit dem 14. Juni einen späteren Zeitpunkt zur Öffnung signalisiert hatte. „Da haben sich die Gäste umorientiert und sind nach Schleswig-Holstein gegangen. Diese Gäste hat der Unternehmer verloren“, bedauerte Bierholz.

Auch landesweit habe am Freitag nur etwa die Hälfte der Häuser geöffnet und das bei überschaubarer Auslastung, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Der Juni sei aber auch in früheren Jahren zwischen Pfingsten und dem Beginn der Sommerferien immer mit einer Delle versehen gewesen.

Vergangene Woche hatte die Landesregierung angesichts der niedrigen Infektionszahlen angekündigt, dass Touristen aus ganz Deutschland bereits von diesem Freitag an wieder im Nordosten urlauben können. Tagestouristen dürfen ab dem 11. Juni kommen.

Da auch die Hauptsaison noch nicht begonnen habe und die Nachfrage entsprechend niedrig sei, könne das die Verluste durch Stornierungen aber nicht ausgleichen, sagte Bierholz. „Dieses Hin und Her, auch bei der Teststrategie, hat Gäste gekostet.“

Urlauber brauchen negativen Corona-Test

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Wer im Nordosten Urlaub machen will, muss zu Beginn einen aktuellen Negativtest auf das Coronavirus vorlegen. Urlauber, die beispielsweise in einer Ferienwohnung und dort völlig autark leben sowie keine Restaurants oder Museen besuchen, brauchen keinen weiteren Test. Alle anderen müssen sich spätestens alle 72 Stunden neu testen lassen. Dabei sind auch begleitete Selbsttests erlaubt, die manche Hotels anbieten. „Wir haben das Thema Testzentren und -kapazitäten geklärt“, sagte Bierholz. Das sei die Grundvoraussetzung, um Urlaub anbieten zu können.

Dabei werden die künftigen Urlaubsgäste mit einer Plakatkampagne begrüßt. An den Bahnhöfen von Schwerin, Rostock und Stralsund sowie in Warnemünde werden von Montag an große Plakate mit einem fröhlich badenden Kind und dem Schriftzug „Willkommen zurück“ angebracht, teilte der Tourismusverband am Donnerstag mit. Darüber hinaus sei geplant, die Plakate an den Autobahnen aufzustellen.

RND/dpa

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