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Erste Hotels schon offen: So will Griechenland den Tourismus ab Mitte Mai starten

  • Die Hoteliers können es kaum erwarten, auch die Gäste sitzen auf gepackten Koffern.
  • Griechenland ist in diesem Frühjahr das Wunsch­reiseziel Nummer eins der Deutschen.
  • In gut vier Wochen könnten die ersten Urlauber anreisen. Aber noch gibt es einige Fragezeichen.
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Athen. Kein ausländisches Reiseziel übt derzeit mehr Anziehungs­kraft auf urlaubs­reife Deutsche aus als Griechenland: Bei den Buchungen für den Sommer 2021 liegt Hellas nach einer Erhebung des Tourismus-Marktforschungsunternehmens Travel Data + Analytics auf Platz eins, gefolgt von Spanien und der Türkei. Große Reiseveranstalter wie die Tui bestätigen den Trend. Auch in Österreich und der Schweiz melden Reise­veranstalter großes Interesse an Griechenland-Reisen. Einer der Gründe dürfte sein, dass die Griechen die Pandemie bisher relativ gut gemeistert haben.

Mit einer Infektionsrate von 2,8 pro 100.000 Einwohnern steht Griechenland günstiger da als Deutschland (3,6), Österreich (6,4) und die Schweiz (7,1), aber auch besser als andere Mittelmeer­länder wie die Türkei (4,6), Italien (6,2) oder Spanien (7,2). Allerdings: Derzeit registriert Griechenland einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 192,5. Deshalb gelten Reise­beschränkungen.

Quarantäne­pflicht ist größtes Reise­hindernis

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Das größte Hindernis für eine Öffnung des Tourismus ist die in vielen Ländern geltende Quarantäne­pflicht für Rückkehrer. Auch in Griechenland selbst müssen ankommende Reisende für sieben Tage in Selbst­isolation. Solange die Quarantäne gilt, ist an ein Comeback des Fremden­verkehrs nicht zu denken. Der griechische Tourismusminister Charis Theocharis hofft, dass die Quarantäne­pflicht bald aufgehoben werden kann. Ab 14. Mai soll der diesjährige Neustart im Tourismus beginnen.

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Freie Reise für Geimpfte in Griechenland

Aber es gibt noch viele Fragezeichen. Niemand weiß, wie sich die Pandemie in den nächsten Wochen entwickeln wird. Die Tavernen, Cafés und Bars im ganzen Land sind seit Anfang November geschlossen. Es gelten abendliche Ausgangs­sperren zwischen 21 und 5 Uhr. Solange die Gastronomie geschlossen ist und die Ausgangs­beschränkungen bestehen, ist eine Öffnung des Tourismus unrealistisch.

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Wenn es so weit ist, will Griechenland vor allem auf Impf­zertifikate setzen: Wer eine Covid-Impfung absolviert hat, soll ungehindert einreisen dürfen. „Aber wir wollen keinen diskriminieren“, versichert Tourismus­minister Theocharis. Alternativ zur Impfung soll deshalb auch ein negativer PCR-Test oder ein Antikörper-Nachweis die Einreise ermöglichen. Außerdem plant Griechenland stichproben­artig Schnelltests an den Grenzen und Flughäfen.

Urlauber müssen QR-Code für Einreise haben

Wie im vergangenen Jahr, müssen sich Urlauber spätestens 24 Stunden vor Antritt der Reise auf dem Internet­portal travel.gov.gr online anmelden. Die Seite gibt es auch auf Deutsch. Am Reisetag bekommt der Besucher einen QR-Code auf sein Handy, den er beim Einchecken und erneut bei der Ankunft vorzeigen muss. Damit soll die Nachverfolgung möglicher Infektions­fälle erleichtert werden. Um den Urlaubern mehr Sicherheit zu bieten, prüft die Regierung auch eine regelmäßige Testpflicht für alle Beschäftigten der Tourismus­branche.

Hotels auf Rhodos schon geöffnet

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Einige griechische Hotels sind bereits geöffnet, so auf Rhodos und dem Peloponnes. Weitere wollen zum orthodoxen Osterfest aufmachen, das die Griechen in diesem Jahr am 2. Mai feiern. In bilateralen Pilot­projekten testet Griechenland den Neustart: Pro Woche können bereits jetzt 10.000 Israelis und 4000 Russen einreisen, sofern sie geimpft sind. Auch mit Großbritannien verhandelt Griechenland über die Anerkennung von Impf­zertifikaten und eine Wieder­aufnahme des Flugverkehrs. Die Briten stellten 2019 nach den Deutschen die zweitgrößte Reise­nation in Griechenland.

Tourismus­minister Theocharis blickt auch hoffnungsvoll auf die USA, die ebenfalls große Impf­fortschritte machen. 2019 kamen fast 1,2 Millionen US-Touristen nach Griechenland. Die Amerikaner sind gern gesehene Gäste, weil sie im Schnitt 30 Prozent mehr ausgeben als Touristen aus europäischen Ländern.

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