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Ostsee, Nordsee, Alpen: Diese Regeln gelten für Urlaub in Deutschland

  • Die Deutschen sehnen sich nach Reisen – und die Chancen dafür steigen.
  • Viele Bundesländer bereiten auf eigene Faust den Tourismusbeginn für Pfingsten und den Sommer vor.
  • Dazu zählen Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Überblick.
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Bislang gibt es keine einheitliche Strategie, wann Hotels, Campingplätze und Ferienunterkünfte in Deutschland wieder öffnen können. Doch die Rufe nach einem koordinierten Vorgehen werden lauter, weil die Infektionszahlen sinken. Laut „Business Insider“ haben sich die Chefs der Senats- und Staatskanzleien daher am Montag darauf geeinigt, bald bundeseinheitliche Regeln für Tourismusangebote einzuführen. Die Urlaubsregeln für den Sommer sollen voraussichtlich am 10. Juni bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen werden.

Einzelne Bundesländer sind aber bereits vorgeprescht – und ermöglichen Urlaub schon im Mai zu Christi Himmelfahrt oder Pfingsten. Neben Bayern und Niedersachsen und will auch Schleswig-Holstein nach sechs Monaten Lockdown weitgehende Lockerungen für Touristen ermöglichen. In einigen Modellregionen des Landes sind Urlauber zwar schon seit April will­kommen, nun zieht aber auch der Rest des Landes nach. Anders sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus. Dort soll der Tourismus erst im Juni wieder anlaufen. Andere Bundesländer wiederum haben zwar Lockerungen angekündigt, allerdings nicht für die Tourismusbranche. Sie werden daher hier nicht aufgeführt. Wo genau ist also aktuell und zu Pfingsten möglich? Ein Überblick.

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Bayern: Hotels dürfen bei Inzidenz unter 100 zu Pfingsten öffnen

Nach monatelangen strikten Corona-Beschränkungen hat Bayern am Montag, 10. Mai, reihenweise Lockerungen eingeleitet. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen nun die Außengastronomie – und zwar bis 22 Uhr –, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen.

Und: Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll in Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen auch Tourismus wieder möglich sein. In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen am Pfingstwochenende Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Gleiches gilt für Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt, den touristischen Bahn- und Busverkehr, Städte- und Gästeführungen im Freien sowie für die Außenbereiche von medizinischen Thermen.

Voraussetzung ist ein maximal 24 Stunden alter negativer Corona-Test. Biergärten und die Außengastronomie dürfen bereits jetzt bei Inzidenzen unter 100 wieder öffnen. Menschen aus Bayern können zum Einkaufen oder zu Besuchen nun wieder nach Österreich fahren, ohne anschließend in Quarantäne zu müssen.

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Schleswig-Holstein öffnet Mitte Mai vollständig für Touristen

In dem an die Nordsee und Ostsee grenzenden Bundesland Schleswig-Holstein öffnet der Tourismus am 17. Mai flächendeckend. Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen dann an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten. Wer als Tourist in Schleswig-Holstein übernachten will, soll sich aber alle drei Tage auf Corona testen lassen müssen. Überall im Land ist bereits Außengastronomie erlaubt, da die Corona-Inzidenz durchweg unter 100 liegt.

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Bereits vor den geplanten Lockerungen war Tourismus mit Übernachtungen und Gastronomie in vier Modellregionen möglich: an der Lübecker Bucht in den Ostseeferienorten Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Neustadt und Sierksdorf, in Nordfriesland mit der Insel Sylt und St. Peter-Ording, in der Schleiregion um Schleswig und Kappeln plus Eckernförde sowie in Büsum (Dithmarschen). Die Erfahrungen aus den Modellprojekten werden laut den Lübecker Nachrichten auf das ganze Land übertragen. Damit es aber keine uneinheitliche Regelungen an der Ostseeküste gibt, beenden die vier Tourismus-Modellregionen, darunter auch die innere Lübecker Bucht, ihre Projekte. In den Regionen greifen dann die neuen Corona-Regeln des Landes.

Mecklenburg-Vorpommern: Ostseeurlaub ab Mitte Juni möglich

In Mecklenburg-Vorpommern darf die Gastronomie von Pfingstsonntag, 23. Mai, an wieder öffnen – draußen und drinnen. Der Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Ab sofort könne gebucht werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

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Hessen: Lockerungen ab 17. Mai möglich

Für die Hessen in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit anhaltend niedrigen Corona-Zahlen gibt es ab Montag, 17. Mai, wieder mehr Freiheiten. Voraussetzung für die Lockerungen im öffentlichen Leben ist, dass die Inzidenz - also die Zahl der Neuansteckungen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner - an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 sinkt.

Die Außengastronomie wird mit Auflagen geöffnet. Erforderlich sind ein aktueller Corona-Test, Abstand, die Sitzplatzpflicht sowie die Aufnahme von Kontaktdaten. In Clubs und Diskotheken ist die Öffnung von Außengastronomie möglich. Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen und Campingplätze können ebenfalls unter Auflagen öffnen. In Betrieben mit Gemeinschaftseinrichtungen wie beispielsweise Frühstücksräumen gilt: Eine Auslastung mit maximal 60 Prozent, ein Corona-Test bei Anreise und zweimal pro Woche.

Rheinland-Pfalz lockert bei Inzidenz unter 100

Die Landesregierung plant mit Öffnungsschritten für den kontaktarmen Urlaub zu Pfingsten. Seit Mittwoch, 12. Mai, dürfen Kreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Inzidenz unter 100 die Corona-Regeln lockern – auch die Vermietung von Ferienwohnungen und die Übernachtung in Wohnmobilen mit eigenen sanitären Anlagen sind dort wieder möglich, ebenso wie Urlaub in Hotels mit Frühstück auf dem Zimmer und mit eigenem Bad. Für die Anreise und alle 48 Stunden danach sind Tests notwendig. Ab dem 2. Juni können Hotels wieder ganz öffnen – Voraussetzung für die Gäste ist ein negativer Test.

Niedersachsen: Tourismus bei Inzidenz unter 100

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Auch in Niedersachsen gibt es umfassende Lockerungen, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ): Seit Montag, 10. Mai, sind Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen zunächst für Einwohner des Bundeslandes möglich, es zählt der Erst- oder Zweitwohnsitz.

Die Kapazität darf zu 60 Prozent ausgelastet sein, Ferienhäuser und -wohnungen müssen bei der Vermietung einen Tag frei bleiben. An dieser sogenannten Landeskinderregelung soll voraussichtlich bis Ende Mai festgehalten werden. Damit könnte Urlaub auf den Nordseeinseln wie Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge für alle ab Juni wieder möglich werden.

Geöffnet hat zudem die Außengastronomie, all dies kombiniert mit einer Testpflicht. Tagesausflüge sind uneingeschränkt möglich, auch für Einwohner anderer Bundesländer.

Thüringen: Öffnungen bei einer Inzidenz unter 100

In Regionen mit einer Inzidenz unter 100 sind seit Donnerstag, 6. Mai, wieder Besuche im Biergarten und bestimmte Formen des Tourismus möglich. Die Verordnung sieht Öffnungsschritte unter anderem in der Außengastronomie und beim Camping und der Buchung von Ferienhäusern vor. Hotels bleiben allerdings vorerst für Urlauber geschlossen.

Sachsen: Lockerungen für Tourismus hängen von Inzidenzen ab

In Sachsen sind Öffnungen der Außengastronomie und Lockerungen für die Tourismusbranche unter Auflagen möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region fünf Tage lang unter 100 liegt. Auf Campingplätzen und in Ferien­woh­nun­gen sei ab Montag, 10. Mai, wieder Urlaub möglich, ab einer Inzidenz unter 50 auch in Pensionen und Hotels. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts. Bei höheren Infektionszahlen greift weiterhin die sogenannte Bundesnotbremse durch das Infektionsschutzgesetz. Die derzeit niedrigste Inzidenz hat in Sachsen die Stadt Leipzig mit 91,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Sachsen-Anhalt: Neue Corona-Verordnung seit 9. Mai

In Sachsen-Anhalt gilt eine neue Corona-Verordnung seit dem 9. Mai. Auch dort gibt es Lockerungen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region fünf Tage lang unter 100 liegt. Dann sollen bei niedrigen Infektionszahlen die Au­ßen­gas­tro­no­mie und bestimmte touristische Angebote wieder erlaubt sein. Auch die Außenbereiche von Schwimmbädern sollen wieder öffnen dürfen. Bisher erfüllt allerdings nur Magdeburg die Voraussetzungen. Im Rahmen von Modellprojekten könnten laut Wirtschaftsminister Armin Willingmann außerdem auch Innenbereiche öffnen, etwa in Kunst, Kultur und Hotellerie.

Brandenburg plant Öffnungen zu Pfingsten

Das Bundesland Brandenburg hat seine Landesverordnung überarbeitet. Ab dem 21. Mai sind touristische Übernachtungen für zwei Haushalte in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, auf Campingplätzen und auf Charterbooten mit eigenen Sanitäranlagen erlaubt, wenn die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche stabil unter 100 liegt sowie ein Hygienekonzept und Negativtests vorliegen. Hotels und Pensionen können noch nicht öffnen - gleiches gilt für Bäder und Thermen.

Baden-Württemberg will Öffnungsdatum noch vor Pfingstferien benennen

Baden-Württemberg erlaubt seit dem 15. Mai unter bestimmten Bedingungen die Corona-Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit zu lockern. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf die Gastronomie mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart. Baden-Württemberg sei bei der Öffnung der Innengastronomie bundesweiter Vorreiter, hieß es. Der Plan der Regierung sieht weiter vor, in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen zu lassen – auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden.

Nordrhein-Westfalen öffnet Hotels bei Inzidenz unter 100

Hotels können in Nordrhein-Westfalen seit dem 15. Mai für private Gäste unter Auflagen und bei einer stabilen Wochen­inzidenz unter 100 wieder öffnen. Das teilte die Landesregierung am 12. Mai mit. Sie dürfen bis zu 60 Prozent ihrer Kapa­zi­täten ausschöpfen.

RND/cs/dpa

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