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  • Urlaub an der Ostsee: Touristen finden skurrile Ausreden

„Homeoffice zu Hause geht einfach nicht“: Urlauber wollen mit skurrilen Ausreden Ferienwohnungen mieten

  • Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind touristische Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern derzeit verboten.
  • Einige Touristen versuchen dennoch, ein Zimmer für den Ostseeurlaub zu mieten.
  • Vermieter auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verraten die skurrilsten Anfragen.
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In ganz Deutschland sind touristische Reisen aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor untersagt. Hotels, Ferienwohnungen und die meisten Campingplätze dürfen keine Touristen beherbergen. Um dennoch Urlaub an der Ostsee machen zu können, greifen einige Menschen zu skurrilen Ausreden.

Da das Beherbergungsverbot nicht für geschäftliche Reisen gilt, will so mancher dieses „Schlupfloch“ ausnutzen, berichtet die „Ostsee Zeitung“. So habe unter anderem Vermieterin Ute Rentmeister bereits einige spannenden Ausreden von vermeintlichen Geschäftsreisenden gehört. Beispielsweise wollte eine fünfköpfige Familie eine Ferienwohnung anmieten, aber nicht für einen Urlaub, sondern, um einen Familienreiseführer zu schreiben.

Aufenthalte in Hotels oder Ferienwohnungen müssen behördlich genehmigt werden

Andere Erklärungen für eine rein berufliche Buchung einer Ferienwohnung auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst lauteten: „Mein Mann muss für die Bundesliga Transfergespräche führen“ oder „Homeoffice zu Hause geht einfach nicht“. Und zwei Erwachsene wollten sich in Prerow für eine Dienstreise einmieten, haben ihre zwei Kinder aber mit dazu gebucht – weil die natürlich nicht allein zu Hause bleiben können. Aber: Ohne eine Begründung des Arbeitgebers werden auch keine Zimmer vermietet.

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Denn beruflich bedingte Aufenthalte müssen behördlich genehmigt werden, somit sind Belege für die Notwendigkeit erforderlich. Während sich Ehegatten von Patienten der Rehakliniken also nicht in der Nähe einmieten dürfen, durfte ein Potsdamer Galerist tatsächlich zwei Nächte auf der Halbinsel bleiben, um mit einem internationalen Künstler zu sprechen, da er entsprechend viele Termine und Treffen belegen konnte.

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Auch wenn einige Gäste um keine Ausrede verlegen sind, seien die Vermieter von dem Einfallsreichtum beeindruckt und gerührt, berichtet eine andere Gastgeberin. Es schmerze nicht nur der finanzielle Verlust durch das Beherbergungsverbot, sondern auch die Enttäuschung der potenziellen Gäste.

RND/bv

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