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Ostfriesische Inseln: Teststrategie soll Urlaub an der Nordsee ermöglichen

  • Die Ostfriesischen Inseln wollen wieder Urlaub an der Nordseeküste ermöglichen.
  • In einem Schreiben an das Land Niedersachsen fordern die Touristiker eine stabile Öffnungsperspektive.
  • Dabei soll auch eine Teststrategie umgesetzt werden.
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Borkum, Norderney. Die Touristiker der sieben Ostfriesischen Inseln fordern vom Land Niedersachsen ein Konzept, das eine Öffnung der heimischen Urlaubsgebiete ermöglicht. Es könne nicht sein, dass Ferienflieger zu den Balearen dürften, die Menschen aber nicht auf die heimischen Inseln kommen könnten, sagte der Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH, Wilhelm Loth, am Freitag bei einer Pressekonferenz. Die überraschende Entscheidung aus Berlin, Auslandsreisen zuzulassen, habe für viel Unmut auf den Inseln gesorgt.

Dehoga kritisiert „nie dagewesene Ungleichbehandlung“

Auch der Vorstand des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Borkum ärgert sich über die Entscheidung, Reisen nach Mallorca zu ermöglichen, nicht aber innerhalb Deutschlands. Das sei ein „Schlag ins Gesicht“ und eine „nie dagewesene Ungleichbehandlung“, zitiert die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ aus einem Brief des Dehoga-Vorstands an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Er solle sich für eine bessere und stabilere Öffnungsperspektive starkmachen.

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Wie genau die aussehen könnte, stellte der Wangerooger Bürgermeister Marcel Fangohr mit einem Modell vor. Demnach dürften Gäste nur mit einem negativen PCR-Test auf die Inseln. Die Tests dürften nicht älter als 48 Stunden sein. Außerdem müsse nach zwei bis vier Tagen ein weiterer Schnelltest auf der Insel erfolgen. Sollte ein solcher Test positiv ausfallen, müssten die infizierten Gäste die Insel wieder verlassen. Vom Land wünschte er sich Öffnungsszenarien für die Beherbergungsbetriebe und die Außengastronomie.

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Gemeinsame Tourismusagentur Nordsee angekündigt

Göran Sell von der Ostfriesische Inseln GmbH erinnerte an die wirtschaftliche Monostruktur auf den Inseln. Alles hänge vom Tourismus ab, der seit Anfang November brach liege. In normalen Jahren verzeichneten die Inseln von Borkum bis Wangerooge zusammen rund zehn Millionen Übernachtungen und einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro. Sell kündigte die Gründung einer Tourismusagentur Nordsee als neue Dachorganisation an, um auf Krisen wie die Pandemie besser reagieren zu können. „Wir brauchen gemeinschaftliche Lösungen.“

RND/cs/epd

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