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Ergebnis einer Umfrage

Moralische Bedenken: Diese Urlaubsziele werden von Deutschen aktuell gemieden

Menschen gehen über den Roten Platz in Moskau. Wegen moralischen Bedenken wollen viele Deutsche erst mal nicht nach Russland reisen.

Menschen gehen über den Roten Platz in Moskau. Wegen moralischen Bedenken wollen viele Deutsche erst mal nicht nach Russland reisen.

Für deutsche Reisende spielen bei der Wahl des Urlaubsziels mehrere Faktoren eine Rolle: der Preis, mögliche Freizeitaktivitäten in der Region – und moralische Aspekte. Das geht aus einer aktuellen Yougov-Umfrage im Auftrag des Urlaubsportals Holidaycheck hervor.

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Russland und Türkei: Hier haben Reisende die größten Bedenken

Laut dem Ergebnis der Umfrage schließen 68 Prozent der insgesamt 2000 Befragten moralisch bedenkliche Länder von ihren Urlaubsplänen aus. Nach den genauen Gründen gefragt, gaben knapp 70 Prozent an, sich in Ländern, in denen beispielsweise freie Meinungsäußerung, Frauenrechte und Demokratie keine Rolle spielen, nicht wohl zu fühlen. 66 Prozent möchten diese Länder nicht durch einen Urlaub finanziell unterstützen, 29 Prozent haben Angst vor persönlichen Konsequenzen und 28 Prozent möchten mit ihrem Fernbleiben ein Zeichen setzen.

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Auf Platz eins der moralisch bedenklichen Ländern steht laut dem Umfrageergebnis Russland. Das Land, das seit dem 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, wurde von 30 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage genannt. Auf den Plätzen dahinter folgen die Türkei (22 Prozent), China (15 Prozent), Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (jeweils 6 Prozent) sowie der Iran und Nordkorea mit jeweils 5 Prozent.

Sicherheitslage wirkt sich ebenfalls auf Reisepläne aus

Neben moralischen Aspekten wirken sich dem Umfrageergebnis zufolge auch sicherheitsrelevante Aspekte auf die Urlaubsplanung der Deutschen aus. 73 Prozent der Befragten gaben an, dass eine kritische innenpolitische Sicherheitslage in einem möglichen Reiseland Einfluss auf ihre Reisepläne hat. Ein weiteres Ausschlusskriterium ist für 71 Prozent eine hohe Kriminalitätsrate im Land.

Holidaycheck sieht die Tourismusbranche aufgrund der aktuellen Umfrage in der Pflicht, Urlauberinnen und Urlauber umgehender zu informieren – neben Informationen zu Flugverbindungen und Klimatabellen sollten Reisenden auch mit Informationen zum Thema „Ethisch vertretbares Reisen“ versorgt werden.

„Wir sehen in unserer Studie deutlich, dass die Deutschen gut informiert sein wollen, was die eigene Sicherheitslage, aber auch die Lage der Menschen im Reiseland betrifft. Das trifft auf Pauschal- oder Individualreisende gleichermaßen zu“, so Christoph Ludmann, Geschäftsführer von Holidaycheck.

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RND/jaf

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